
Willkommen in der Welt der Wildkräuter!
Welche Pflanzen dürfen meine Kaninchen fressen und welche sind giftig? Welche Kräuter wirken sich wie auf die Gesundheit meiner Kaninchen aus?
Diese Fragen klärt unsere Wildkräuterliste!
Viel Spaß beim Pflücken!
Wildkräuterliste
Acker-Hellerkraut
Thlaspi arvense
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Acker-Täschelkraut, Acker-Pfennigkraut, Ackertäschel
Wissenswertes:
Die Bezeichnungen Heller-, Täschel- oder Pfennigkraut bezieht sich auf das Aussehen der runden Schoten der Pflanze, die an Münzen oder Taschen erinnern. Das Acker-Hellerkraut kommt häufig auf Unkrautfluren, Wegrändern, Wiesen oder in Ackernähe vor. Die Pflanze blüht hauptsächlich von April bis Juni. Die charakteristischen Schötchen werden erst ausgebildet, wenn die Pflanze schon etwas größer ist.
Acker-Hellerkraut kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Acker-Ochsenzunge
Lycopsis arvensis
giftig

Andere Namen:
Acker-Krummhals, Wolfsauge, Hundszunge
Wissenswertes:
Acker-Ochsenzunge ist gut erkennbar an seinen dicht behaarten Blättern. Sie bildet von Mai bis September kleine hellblaue Blüten aus. Man findet die Acker-Ochsenzunge häufig auf Ödland, in der Nähe von Feldern oder auf Wegrändern. Die Pflanze enthält vermutlich sogenannte Pyrrolizidinalkaloide. Das sind Giftstoffe, die als krebserregend gelten und die Leber schädigen. Deswegen sollte die Pflanze nicht verfüttert werden.
Ackerwinde
Convolvulus arvensis
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Wissenswertes:
Ackerwinde ist in Deutschland weit verbreitet. Sie blüht von Juni bis September. Ihre Blüten können reinweiß, aber auch leicht violett sein. Sie ist leicht mit der Zaunwinde zu verwechseln. Die Acker-Winde hat kleinere Blüten und kleinere, spitzere Blätter. Beide Pflanzen können bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Akelei
Aquilegia
leicht giftig

Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)
Andere Namen:
Gewöhnliche Akelei, Wald-Akelei
Wissenswertes:
Die Gemeine Akelei wächst in kraut- und grasreichen Mischwäldern oder auf Wiesen. Sie blüht von Mai bis Juni.
Man findet sie auf vielen antiken Gemälden und Zeichnungen mit unterschiedlichen Bedeutungen. Die Akelei gilt als Symbol für Demut, aber auch für heimliche Liebe. Im Mittelalter wurde sie als Zierpflanze in Gärten kultiviert. Im Laufe der Zeit ist der Bestand von wilden Akeleien zurückgegangen. In Brandenburg gilt sie sogar als ausgestorben. Daher wird die Pflanze geschützt und darf weder gepflückt noch ausgegraben werden. Die Gemeine Akelei ist ohnehin leicht giftig und eignet sich nicht zur Fütterung von Kaninchen, also: stehenlassen.
Alpenveilchen
Cyclamen
giftig

Efeublättriges Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium)
Andere Namen:
Herbst-Alpenveilchen, Neapolitanisches Alpenveilchen
Wissenswertes:
Das Efeublättrige Alpenveilchen wächst in Wäldern oder in Gebüschen. Es wird jedoch auch in Gärten als Zierpflanze angebaut. Es blüht von August bis Oktober. Es sollte nicht verfüttert werden.
Amaranth
Amaranthus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Rauhaariger Amarant (Amaranthus retroflexus)
Andere Namen:
Zurückgebogener Amarant, Zurückgekrümmter Fuchsschwanz
Wissenswertes:
Amaranth ist in vielen Gärten und Feldern als Unkraut verhasst. Eine Pflanze bildet bis zu 100.000 Samen aus, die sich auf den verschiedensten Wegen verbreiten können. Die Samen sind in der Lage zu schwimmen, daher kommt Amaranth ab und zu auch an Ufern von Flüssen oder Bächen vor. Die Pflanze blüht von Juli bis September. Amaranth enthält Oxalsäure und sollte daher mit anderen Pflanzen im Gemisch verfüttert werden.
Ampfer
Rumex
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
Andere Namen:
Zwerg-Sauerampfer, Kleiner Ampfer, Kleiner Wiesensauerampfer
Wissenswertes:
Der Kleine Sauerampfer benötigt nährstoffarme, leicht saure Böden. Er kommt verhäuft auf sandigen Wiesen und auf Schotterflächen vor. Seine Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Da er viel Oxalsäure enthält, sollte er stets im guten Gemisch verfüttert werden.

Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
Andere Namen:
Stumpfblatt-Ampfer
Wissenswertes:
Den Stumpfblättrigen Ampfer findet man häufig an Gräben- und Wegrändern, an Flussufern oder auf Waldschlägen. Er bevorzugt frischen, nährstoffreichen Boden in hellen bis halbschattigen, luftfeuchten Lagen.
Die Pflanze hat einen hohen Gehalt an Oxalsäure und sollte daher nicht zu häufig und immer im Gemisch mit anderen Pflanzen verfüttert werden.
Andorn
Marrubium vulgare
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Weißer Andorn, Gemeiner Andorn, Helfkraut, Weißer Dorant, Mariennessel, Berghopfen
Wissenswertes:
Ein gutes Erkennungsmerkmal für Andorn ist sein quadratisch geformter Stängel, der in den meisten Fällen mit weißen Härchen besetzt ist.
Andorn ist eine alte Heilpflanze, die schleimlösend wirkt und bei Atemwegserkrankungen Linderung verschafft.
Der Bitterstoff Marrubiin regt die Bildung von Magensaft an und sorgt für eine gute Magen-Darm- Tätigkeit. Andorn wird zudem eine Wirkung gegen Würmer nachgesagt.
Andorn sollte immer im guten Gemisch verfüttert werden.
Aronstab
Arum
hochgiftig

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum )
Wissenswertes:
Der Gefleckte Aronstab wächst in feuchten Gebüschen oder Laubwäldern. Die reifen Beeren wirken mit ihrer grellroten Farbe abschreckend und warnen vor der Giftigkeit der Pflanze. Die Blätter des Aronstabs sehen harmlos aus, weshalb besondere Vorsicht gilt. Aronstab blüht von April bis Mai. Er ist hochgiftig.
Bärenklau
Heracleum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium)
Andere Namen:
Gemeiner Bärenklau, Wiesenbärenklau
Wissenswertes:
Der Name "Bärenklau" bezieht sich auf die Form der Blätter, die einer Bärenklaue ähnelt. Bärenklau gehört zur Familie der Doldenblütler, die einige giftige Arten, wie den Gefleckten Schierling oder die Hundspetersilie enthält. Unter der Rubrik "Ernährung" haben wir eine Bestimmungshilfe für Doldenblütler erstellt.
Wiesen-Bärenklau wächst gern an nährstoffreichen, gleichmäßig feuchten Standorten. Häufig ist er auf Feuchtwiesen, an Ufern, Dämmen, Böschungen, Gräben, Wäldern und Waldrändern zu finden. Er blüht von Juni bis September.
Wie viele andere Doldenblütler enthält der Pflanzensaft des Wiesen-Bärenklaus sogenannte Furocumarinen. Diese können unter der Einwirkung von Licht Hautirritationen verursachen. Es empfiehlt sich beim Pflücken Handschuhe zu tragen. Die Blattstängel des Wiesenbärenklaus sind behaart und oft leicht rötlich gefärbt.
Wiesen-Bärenklau ist bei Kaninchen sehr beliebt. Die Pflanze soll Inhaltsstoffe besitzen, die bei Encephalitozoonose Cuniculi (auch als E.C. oder E. Cuniculi bezeichnet) helfen soll. Einige Halter berichten davon, dass sich ihre an E.C. erkrankten Kaninchen bei einem vielfältigen Angebot von Wildkräutern gezielt den Wiesen-Bärenklau herausgesucht und gefressen haben und sich daraufhin die Symptomatik verbessert hat.
Bärlauch
Allium ursinum
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Ramsen
Wissenswertes:
Bärlauch wächst in nährstoffreichen, leicht feuchten Au- und Laubwäldern und gilt als Nährstoffanzeiger. Er blüht von April bis Mai.
Bärlauch ist sehr leicht mit äußert giftigen Pflanzen zu verwechseln. Seine Blätter ähneln denen des Maiglöckchens, der Herbstzeitlose oder auch jungen Blättern des Gefleckten Aronstabes. Bärlauch sollte nur gepflückt werden, wenn eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen werden konnte. Man erkennt Bärlauch an einer matten Blattunterseite. Die Blattunterseite von Maiglöckchen und Herbstzeitlose sind glänzend.
Bärlauch ist mit Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch verwandt und daher sehr scharf im Geschmack. Viele Kaninchen mögen ihn daher nicht.
Im Gemisch kann er jedoch angeboten werden. Bärlauch gilt als Heilpflanze. Er besitzt antibakterielle, verdauungsfördernde, entgiftende, antimikrobielle und kreislauffördende Eigenschaften. Außerdem gilt er als ACE-Hemmer und kann unterstützend bei einer Therapie gegen Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz gefüttert werden.
Bartnelke
Dianthus barbatus

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Wissenswertes:
Bartnelken kommen ursprünglich nicht aus Deutschland. Sie sind jedoch eine beliebte Zierpflanze in Gärten. Selten kommen Bartnelken verwildert vor. Das Exemplar auf unserem Foto wuchs in einem lichten Waldgebiet. Bartnelken blühen von Juni bis September. Sie können bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Basilikum
Ocimum

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Basilikum (Ocimum basilicum)
Andere Namen:
Basilie, Basilienkraut, Königskraut
Wissenswertes:
Basilikum wird in vielen Gärten als Küchenkraut angebaut. Basilikum besitzt appetitanregende, entwurmende und entzündungshemmende Eigenschaften. Außerdem soll die Pflanze die Bildung von Magengeschwüren hemmen. Basilikum blüht von Juni bis September. Es kann bedenkenlos verfüttert werden.
Beifuß
Artemisa vulgaris

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Gewöhnlicher Beifuß, Besenkraut
Wissenswertes:
Beifuß ist in Deutschland weit verbreitet. Er wächst vermehrt am Wegesrand. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist die weißlich, silberne Blattunterseite. Er blüht von Juli bis September.
Beifuß wird eine entzündungshemmende, antimikrobielle und tumorhemmende Wirkung zugeschrieben. Er sollte jedoch immer im Gemisch verfüttert werden, da er über eine relativ hohe Konzentration von ätherischen Ölen verfügt.
Beinwell
Symphytum
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Echter Beinwell (Symphytum officinale)
Andere Namen:
Gemeiner Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Milchwurz, Schmalwurz, Schwarzwurz
Wissenswertes:
Beinwell ist eine alte Heilpflanze, die schon seit der Antike zur Heilung bei Knochenbrüchen eingesetzt wurde. Daher hat die Pflanze auch ihren Namen. Die Silbe "Bein" steht für Gebeine, also Knochen. "Well" steht für gut, heilend, oder guttuend.
Beinwell wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Zu finden ist er an Gräben und Flüssen, auf feuchten Wiesen und Wegrändern oder in Auenwäldern. Die Blütezeit variiert je nach Standort. Beinwell kann von Mai bis Oktober blühend angetroffen werden. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe sollte Beinwell immer im Gemisch angeboten werden.
Berufkraut
Erigeron
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus)
Andere Namen:
Weißes Berufkraut, Feinstrahl, Feinstrahl-Berufkraut, Einjähriger Feinstrahl
Wissenswertes:
Das Einjährige Berufkraut kommt ursprünglich aus Amerika und Kanada. In Europa gilt es als Neophyt. Es wächst in Auwäldern, auf feuchten Wiesen und auf Ruderalfluren. Es blüht von Juni bis Oktober. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Bingelkraut
Mercurialis
giftig

Einjähriges Bingelkraut (Mercurialis annua)
Wissenswertes:
Das Einjährige Bingelkraut gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Es wächst gern in Gärten, auf Feldern oder Schuttplätzen. Die Blütezeit des Einjährigen Bingelkrauts reicht von Juni bis Oktober. Die Pflanze ist schwach giftig und sollte nicht an Kaninchen verfüttert werden.

Kanadisches Berufkraut (Erigeron canadensis)
Andere Namen:
Katzenschweif, Weiße Dürrwurz
Wissenswertes:
Kanadisches Berufkraut kommt ursprünglich aus Nordamerika und Kanada. In Europa gilt es als Neophyt. Kanadisches Berufkraut wächst als Pionierpflanze auf brachliegenden Flächen und kommt häufig auf Ruderalstellen vor. Es blüht von Juli bis Oktober. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Blaustern
Scilla
giftig
Sibirischer Blaustern (Scilla siberica)
Andere Namen:
Blausternchen, Nickende Sternhyazinthe, Sibirische Sternhyazinthe
Wissenswertes:
Der Sibirische Blaustern gehört zu den Frühblühern. Die Pflanze blüht zwischen Februar und April. Ursprünglich kommt Blaustern aus der Türkei, Südrussland, dem Kaukasus und dem Iran. Dort wächst sie in wild in Wäldern mit feuchtem Boden. Die Pflanze wurde als Zierpflanze in Deutschland verbreitet, wurde jedoch, wie viele andere Pflanzenarten auch, ausgewildert. Blaustern wächst gern an schattigen und halbschattigen Plätzen, wo er sich bei idealen Bedingungen massenartig ausbreiten kann.
Alle Pflanzenteile sind giftig für Kaninchen und sollten nicht verfüttert werden.

Borretsch
Borago officinalis
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Einjähriger Borretsch (Borago officinalis)
Andere Namen:
Boretsch, Gurkenkraut, Kukumerkraut
Wissenswertes:
Borretsch ist in Deutschland ein Neophyt. Die Pflanze wurde im Laufe der Zeit als beliebte Gewürz- und Heilpflanze kultiviert und in Gärten angebaut. Inzwischen kommt Borretsch auch verwildert vor. Er blüht von Mai bis Oktober. Borretsch gilt in der Kaninchenfütterung mehr als Heil- und weniger als Futterpflanze. Daher sollte er im Gemisch mit anderen Pflanzen verfüttert werden.
Braunwurz
Scrophularia
leicht giftig

Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
Andere Namen:
Braunwurz, Knoten-Braunwurz
Wissenswertes:
Knotige Braunwurt ist der häufigste Vertreter der Braunwurzen in Deutschland.
"Knotig" bezieht sich auf die Knollen im unteren Teil der Pflanze. "Braun" ist die Farbe der Blüten. Daher hat die Braunwurz ihren Namen.
Braunwurz wächst an nährstoffreichen und leicht feuchten Stellen in Wäldern, an Waldrändern, in Gebüschen und in Gewässernähe.
Sie bildet von Juni bis Juli braune Blüten aus.
Braunwurz enthält, wie Fingerhut und Maiglöckchen, Herzglykoside. Das sind Stoffe, die bei Herzproblemen helfen können, bei einer zu hohen Aufnahme jedoch zu starken Nebenwirkungen führen. Deshalb ist bei Pflanzen, die Herzglykoside enthalten, Vorsicht geboten. Braunwurz ist keine Futterpflanze für Kaninchen und sollte daher nicht verfüttert werden.
Breitwegerich
Plantago major
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Großer Wegerich, Breit-Wegerich, Wegerich
Wissenswertes:
Der Breitwegerich ist eine sehr robuste Pflanze, die auf verdichteten Böden überdauern kann. Breitwegerich wächst nahezu überall. Er kommt auf Wiesen, in Einfahrten, auf Schotterplätzen, in Gärten oder auch auf Wegen vor. Breitwegerich blüht von Juni bis Oktober. Die Inhaltsstoffe der Blätter wirken entzündungshemmend und wundheilend. Er soll sich positiv auf die Magenschleimhaut auswirken und hilfreich bei Verdauungsproblemen und Durchfall sein. Er stellt eine gute Futterpflanze für Kaninchen dar und kann bedenkenlos verfüttert werden.
Brennessel
Urtica

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Große Brennnessel (Urtica dioica)
Wissenswertes:
Die Brennnessel löst bei Hautkontakt schmerzhaft juckende Quaddeln aus. Verantwortlich dafür sind die Brennhaare, die am Stängel der Brennnessel zu finden sind.
Die Brennnessel wächst auf stickstoffhaltigen Böden. Sie ist reich an Vitaminen A und C, Eisen, Kalium, Mangan und Calcium. Die Brennnessel wirkt harntreibend, verdauungsfördernd, blutreinigend und blutbildend.
Für Kaninchen kann die Brennnessel eine wertvolle Futterpflanze darstellen. Wenn man die Pflanze etwas anwelken oder trocknen lässt, wird sie lieber gefressen.
Buchweizen
Fagopyrum esculentum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Echter Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Andere Namen:
Gemeiner Buchweizen
Wissenswertes
Buchweizen ist kein Getreide, sondern ein Pseudogetreide. Seinen Namen verdankt er der kantigen Form seiner Samen, die an Bucheckern erinnern. Die Samen des Buchweizens zählen zu den Mehlsaaten und können gelegentlich an Kaninchen verfüttert werden, sofern diese nicht übergewichtig sind. Mehr Informationen zu den Buchweizensamen gibt es in unserer Saatenliste.
Buchweizen wird in Deutschland hauptsächlich als Nutzpflanze auf Feldern angebaut. Einige Landwirte säen ihn als Wildfutter und Bienenweide aus. Man findet Buchweizen auch verwildert an Wegrändern oder auf Unkrautfluren.
Die Pflanze kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Dreimasterblume
Tradescantia
leicht giftig

Garten-Dreimasterblume (Tradescantia virginiana)
Andere Namen:
Gottesauge
Wissenswertes
Die Dreimasterblume hat ihren Namen von der Blütenform, die der eines "Dreimasters" ähnelt. Ein Dreimaster ist eine Hutform, die im 17. und 18. Jahrhundert getragen wurde. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Nordamerika. Sie kam als Zierpflanze nach Deutschland und wächst inzwischen auch verwildert als Neophyt. Das Exemplar auf unserem Beispielfoto wuchs in einem lichten Eichenwald in Gewässernähe. Dreimasterblumen sind in geringem Maß giftig und sollten nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Durchwachsene Silphie
Silphium perfoliatum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Verwachsenblättrige Becherpflanze
Wissenswertes:
Die Durchwachsene Silphie kommt ursprünglich aus Nordamerika. Aufgrund ihrer interessanten Eigenschaften wird sie inzwischen in vielen Teilen der Welt angebaut. Die Durchwachsene Silphie ist durch ihre trichterförmigen Blätter in der Lage, Regenwasser zu fangen und zu speichern, was sie gegen Trockenheit resistent macht. Die Pflanze wird durchschnittlich zwei Meter groß und ist in der Landwirtschaft für ihre hohe Biomasseproduktion beliebt. Imker nutzen die Durchwachsene Silphie während ihrer Blühzeit von Juli bis September als Bienenweide. Die Durchwachsene Silphie wird außerdem gezielt als Futterpflanze für Tiere angebaut. Kaninchen können die Durchwachsene Silphie bedenkenlos fressen.
Efeu
Hedera
schwach giftig

Gemeiner Efeu (Hedera helix)
Andere Namen:
Gewöhnlicher Efeu, Baumwinde
Wissenswertes
Der Gemeine Efeu ist ein immergrünes Klettergehölz, welches sich meistens in der Nähe von Baumbeständen finden lässt. Efeu enthält α-Hederin und Falcarinol, beides giftige Inhaltsstoffe. Die Pflanze ist jedoch nur giftig, sollte sie von den Kaninchen in höheren Mengen gefressen werden. In geringen Mengen haben die Stoffe eine heilende Wirkung. Die unreifen Früchte des Efeus gelten jedoch als stark giftig.

Kolchischer Efeu (Hedera colchica)
Wissenswertes
Der Kolchische Efeu hat seinen Namen aus seinem ursprünglichem Verbreitungsgebiet, der Kolchis. Die Kolchis war ein Gebiet zwischen dem Kaukasus und der Ostküste des Schwarzen Meeres. Im Laufe der Zeit entstanden einige Kulturformen des Kolchischen Efeus, die als Zierpflanze in Gärten angepflanzt wurde. Die Pflanze ist wintergrün und klettert an Hauswänden, Zäunen und Mauern empor. Kolchischer Efeu ist giftig und eignet sich nicht für die Fütterung von Kaninchen.
Ehrenpreis
Veronica
Zur Fütterung von Kaninchen geeignet.

Efeu-Ehrenpreis (Veronica hederifolia)
Andere Namen:
Efeublättriger Ehrenpreis
Wissenswertes:
Ehrenpreis (Veronica) ist eine Pflanzengattung, der etwa 450 Pflanzenarten untergeordnet sind. Viele der in Mitteleuropa vorkommende Arten wachsen auf lehmigen Sand- bis milden Lehmböden. In der Regel wachsen die Pflanzen kriechend. Sie lassen sich auf Wiesen, Weiden oder in Gewässernähe finden. Der Name „Ehrenpreis“ wertschätzt die heilende Wirkung der Pflanze. Alle Pflanzen der Gattung Ehrenpreis sind zur Fütterung von Kaninchen geeignet.
Efeu-Ehrenpreis wächst meistens unscheinbar zwischen anderen Pflanzen. Er blüht von März bis Mai und kann unbedenklich verfüttert werden.

Feld-Ehrenpreis (Veronica arvensis)
Andere Namen:
Vogelkraut
Wissenswertes:
Feld-Ehrenpreis übersieht man schnell zwischen anderen Pflanzen, da er recht klein und unscheinbar ist. Er wächst auf sandigen, lehmigen Böden und kommt häufig auf Ruderalstellen und trockenen Wiesen vor. Seine Blütezeit liegt zwischen März und Juli. Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys)
Andere Namen:
Männertreu, Frauenbiss, Katzenäuglein, Wildes Vergissmeinnicht
Wissenswertes:
Der Gamander-Ehrenpreis enthält den Stoff Aucubin. Aucubin wirkt antibiotisch, entzündungshemmend und reizmildernd.

Persischer Ehrenpreis (Veronica persica)
Wissenswertes:
Der Persische Ehrenpreis ist eine der häufigsten Arten der Gattung Ehrenpreis. Er kommt beinahe überall vor und wächst meistens kriechend auf dem Boden liegend. Seine Blütezeit reicht von Februar bis Oktober.
Für Kaninchen stellt der Persische Ehrenpreis eine unproblematische Futterpflanze dar.

Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia)
Wissenswertes:
Quendel-Ehrenpreis hat kleine weiße Blüten mit violetten Farbeinschlüssen. Er wächst auf Wiesen oder an Wegrändern. Seine Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Quendel-Ehrenpreis ist eine unproblematische Futterpflanze für Kaninchen.
Erbse
Pisum sativum
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Futtererbse (Pisum sativum subsp. arvense)
Andere Namen:
Grünfuttererbse, Felderbse oder Peluschke
Wissenswertes:
Die Futtererbse wird als Gründüngung oder Grünfutter auf Feldern angebaut. Sie enthält viel Eiweiß und ist sehr schmackhaft für Kaninchen. Das Erbsengrün kann bedenkenlos verfüttert werden.
Allerdings sollte man den Kaninchen keine Erbsenhülsen füttern. Sie enthalten Phytoöstrogene, und Linamarin. Phytoöstrogene reduzieren die Fruchtbarkeit, während Linamarin vermutlich bestehende Krankheiten, wie Diabetes, fördert.
Erdrauch
Fumaria
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gemeiner Erdrauch (Fumaria officinalis)
Andere Namen:
Gewöhnliche Erdrauch, Echter Erdrauch
Wissenswertes:
Der Gemeine Erdrauch wächst auf nährstoffreichen, gleichmäßig feuchten Böden. Er kommt häufig in Gärten, auf Feldern oder auch auf Ruderalstellen vor und liebt lockeren, frischen Boden. Gemeiner Erdrauch blüht von April bis November.
Erdrauch ist eine Heilpflanze. Man sagt ihr eine krampflösende Wirkung und harntreibende Wirkung nach. Erdrauch hilft bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie bei Verstopfungen oder Krämpfen im Magen-Darm-Trakt. Da Erdrauch viele Alkaloide enthält, sollte er nur in geringen Mengen und im guten Gemisch mit anderen Pflanzen verfüttert werden.
Eselsdistel
Onopordum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnliche Eselsdistel (Onopordum acanthium)
Andere Namen:
Gemeine Eselsdistel, Krebsdistel, Wolldistel oder Krampfdistel
Wissenswertes:
Die Gewöhnliche Eselsdistel fällt durch ihre silberweiße Farbe und ihre imposante Wuchshöhe von teilweise bis zu 3 Metern auf. Sie wächst gern an sonnigen Standorten, da sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt. Sie ist eine Ruderalpflanze, die an Wegrändern oder auf Trockenwiesen wächst. Die Gewöhnliche Eselsdistel blüht von Juli bis September.
Die Gewöhnliche Eselsdistel kann Kaninchen bedenkenlos angeboten werden. Gesunde Kaninchen ohne Zahnprobleme haben keine Probleme damit, die dornigen Blätter zu zerkauen.
Färber-Wau
Reseda luteola
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Färber-Wau (Reseda luteola)
Andere Namen:
Färber-Resede, Färber-Reseda, Echter Wau, Gelb- oder Gilbkraut
Wissenswertes:
Färber-Wau ist eine alte Färberpflanze, daher der Name. Er wächst auf trockenen, eher sonnigen Standorten, zum Beispiel auf Ruderalstellen oder an Wegrändern. Färber-Wau und blüht von Juni bis September. Man sagt der Pflanze eine entwässernde Wirkung nach. Färber-Wau kann an Kaninchen verfüttert werden.
Farne
Polypodiopsida
giftig

Adlerfarn (Pteridium aquilinum)
Wissenswertes:
Adlerfarn kommt in lichten Wäldern oder an Waldsäumen vor. Alle Pflanzenteile des Adlerfarns sind giftig und sollten nicht verfüttert werden.

Breitblättriger Dornfarn (Dryopteris dilatata)
Andere Namen:
Großer Dornfarn, Breiter Wurmfarn, Breitblättriger Wurmfarn
Wissenswertes:
Der Breitblättrige Dornfarn wächst in feuchten, schattigen Wäldern. Er sollte nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Feldsalat
Valerianella locusta
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnlicher Feldsalat (Valerianella locusta)
Andere Namen:
Rapunzel, Ackersalat, Vogerlsalat, Nüsslisalat
Wissenswertes:
Die Kulturform des Gewöhnlichen Feldsalats können wir heute in Supermärkten kaufen. Die wenigsten wissen, dass Feldsalat wild als Pflanze wächst. Sie blüht von April bis Mai.
Gewöhnlicher Feldsalat schmeckt leicht nussig und enthält unter anderem Vitamin C, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren. Feldsalat ist sehr gesund und gilt als unproblematische Futterpflanze für Kaninchen.
Fieberklee
Menyanthes trifoliata
schwach giftig

Andere Namen:
Sumpf-Fieberklee, Bitterklee
Wissenswertes:
Fieberklee ist eine Sumpf- und Wasserpflanze. Sie wächst an Teichen, Sümpfen, Flüssen, Bruchwäldern und Mooren. Sie blüht von Mai bis Juni. In Deutschland gilt Fieberklee als gefährdet und darf nicht aus der Natur entnommen werden. Deswegen sollten wir Wiesesammler die Pflanze stehenlassen, wenn wir sie entdecken. Fieberklee gilt als verdauungsfördernd und appetitanregend, ist jedoch gleichzeitig schwach giftig und sollte ohnehin nicht in großen Mengen verfüttert werden.
Fingerhut
Digitalis

hochgiftig
Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
Andere Namen:
Fingerkraut, Fuchskraut, Schwulstkraut, Waldglöckchen, Waldschelle
Wissenswertes:
Der rote Fingerhut ist verwildert in ganz Deutschland zu finden. Er kommt jedoch auch in Gärten als Zierpflanze vor. Fingerhut wächst bevorzugt im Halbschatten. Die Pflanze ist hochgiftig. Bereits wenige Pflanzenteile können zum Tod führen.
Fingerkraut
Potentilla
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea)
Wissenswertes:
Silber-Fingerkraut steht häufig auf trockenen, sandigen Böden. Es ist häufig an Wegrändern, Bahnanlagen und Kiesgruben zu finden. Silber-Fingerkraut blüht von Ende Mai bis Oktober. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist die silbrig behaarte Blattunterseite. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Flockenblume
Centaurea
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Andere Namen:
Gewöhnliche Flockenblume
Wissenswertes:
Die Wiesen-Flockenblume kommt auf Wiesen, Weiden und Wegrändern vor. Sie blüht von Mai bis Oktober. Die Wiesen-Flockenblume kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Franzosenkraut
Galinsoga parviflora
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora)
Andere Namen:
Kleinblütiges Knopfkraut, Gartenpest
Wissenswertes:
Die Franzosen sollen die unbeliebte Pflanze zu Kriegszeiten nach Deutschland geschleppt haben. Franzosenkraut ist in vielen Gärten lästiges Unkraut. Auch der Name Knopfkraut bezieht sich auf die Franzosen, da die Form der Blüten den Knöpfen der französischen Uniform ähnelt.
Franzosenkraut ist reich an Vitamin C und gilt als sehr gesund. Bei Kaninchen ist die Pflanze in der Regel sehr beliebt.
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Gänseblümchen
Bellis
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Einjähriges Gänseblümchen (Bellis annua)
Andere Namen:
Maßliebchen, Maiblume, Tausendschön
Wissenswertes:
Das Gänseblümchen wächst auf vielen Weiden, in Parks und Gärten und gilt als Frühlingsbote. Es steht gern auf verdichtetem Boden. Das Gänseblümchen ist eine niedrig wachsende Pflanze, die von Gräsern und Wildblumen schnell überwuchert wird, weshalb es sehr gut dort überlebt, wo regelmäßig gemäht wird.
Das Gänseblümchen hat nachweislich eine antimikrobielle Wirkung. Außerdem sollen seine Inhaltsstoffe den Stoffwechsel anregen.
Gänsedistel
Sonchus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnliche Gänsedistel (Sonchus oleraceus)
Andere Namen:
Kohl-Gänsedistel, Gemüse-Gänsedistel
Wissenswertes:
Die Gewöhnliche Gänsedistel wächst gern an Wegrändern, auf Schuttplätzen und auf Unkrautfluren. Sie blüht zwischen Juni und Oktober. Im Mittelalter wurde die Gewöhnliche Gänsedistel als Gemüsepflanze angebaut und zum Beispiel als Salat verzehrt, daher wird sie auch Gemüse-Gänsedistel und Kohl-Gänsedistel genannt. Mit Kohl ist sie jedoch nicht verwandt. Die Gemüse-Gänsedistel kann an Kaninchen verfüttert werden.

Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Andere Namen:
Kohl-Gänsedistel, Gemüse-Gänsedistel
Wissenswertes:
Die Raue Gänsedistel bevorzugt nährstoffreiche, frische Böden und kommt an Wegrändern, Schuttplätzen, Äckern und Uferregionen vor. Die Laubblätter der Rauen Gänsedistel sind starrer und dorniger als die Blätter der Gewöhnlichen Gänsedistel. Sie blüht von Ende Mai bis Oktober. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Gänsefuß
Chenopodium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
Andere Namen:
Weiß-Gänsefuß, Ackermelde, Melde oder Falsche-Melde
Wissenswertes:
Weißer Gänsefuß besiedelt häufig als allererste Pflanze Schuttplätze und Ruderalstellen. Er kommt außerdem an Wegen oder Feldern vor. Weißer Gänsefuß blüht von Juli bis Oktober. Die Blätter der Pflanze wirken entwurmend und entzündungshemmend. Weißer Gänsefuß kann bedenkenlos verfüttert werden.

Riesengänsefuß (Chenopodium giganteum)
Andere Namen:
Baumspinat
Wissenswertes:
Riesengänsefuß ist leicht an seiner fast unnatürlich purpurn eingefärbten Sprossachse zu erkenne. Auch die jüngeren Blätter haben diese Verfärbung. Riesengänsefuß kann bis zu drei Meter groß werden. Die Pflanze enthält einen hohen Anteil an Oxalsäure. Deswegen sollte sie Kaninchen nur in geringen Mengen angeboten werden.
Giersch
Aegopodium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnlicher Giersch (Aegopodium podagraria)
Andere Namen:
Geißfuß, Hinlauf, Dreiblatt, Ziegenkraut, Zaungiersch, Baumtropf
Wissenswertes:
Mit unterirdischen Ausläufern verbreitet sich die Pflanze binnen weniger Jahre über große Flächen. Kaninchen lieben Giersch. Roh schmeckt er ähnlich wie Petersilie. Er kann unbedenklich verfüttert werden. Giersch werden viele Heilwirkungen nachgesagt. Er soll krampflösend, entgiftend und blutreinigend sein.
Der Name der Gattung „Aegopodium“ kommt von dem griechischen Wort „aigopódēs“, was ziegenfüßig bedeutet. Dies bezieht sich auf das Aussehen der Blätter, die ein wenig an Ziegenfüße erinnern. „Podagraria“ bezieht sich auf die heilende Wirkung der Pflanze bei Gicht (Podagra).
Gilbweiderich
Lysimachia
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Punktierter Gilbweiderich (Lysimachia punctata)
Andere Namen:
Gelbweiderich, Felberich, Punkte-Gilbweiderich, Goldfelberich, Drüsiger Gilbweiderich
Wissenswertes:
Der Punktierte Gilbweiderich kommt wächst gern an Flussufern oder an Weg- und Waldrändern. In Parks und Gärten wird er als Zierpflanze gepflanzt. Er blüht von Juni bis August. Er kann an Kaninchen verfüttert werden.
Glockenblume
Campanula
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)
Wissenswertes:
Die Rapunzel-Glockenblume steht an trockenen Wegen, Gebüschrändern und auf Wiesen. Man schreibt der Rapunzel-Glockenblume eine antiseptische, also keimreduzierende Wirkung zu. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Goldrute
Solidago
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
Wissenswertes:
Die Kanadische Goldrute blüht von August bis September. Sie ist keine heimische Pflanze und hat sich im Laufe der Zeit in ganz Deutschland ausgebreitet. Die Kanadische Goldrute wächst oft an Wegrändern oder in der Nähe von Feldern. Leider vertreibt sie mit ihrem Bewuchs heimische Wildpflanzen. Die Pflanze kann an Kaninchen verfüttert werden, gilt jedoch als stark harntreibend.
Graukresse
Berteroa incana
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Gewöhnliche Graukresse (Berteroa incana)
Andere Namen:
Gewöhnliche Graukresse, Gewöhnlich-Graukresse
Wissenswertes:
Mit ihrer graugrünen Behaarung ist die die Graukresse gut an Trockenheit angepasst und wächst daher vermehrt auf trockenen, kargen Flächen. Sie kann unbedenklich verfüttert werden.

Greiskraut
Senecio

giftig
Gewöhnliches Greiskraut (Senecio vulgaris)
Andere Namen:
Gemeines Greiskraut, Gemeines Kreuzkraut, Kreuzkraut, Goldkraut, Kreuzwurz
Wissenswertes:
Das Gewöhnliche Greiskraut gilt als Frischezeiger und wächst auf frischen, nährstoff- und humusreichen Böden. Durch die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide gilt die Pflanze als giftig. Pyrrolizidinalkaloide rufen schwerwiegende Leberschäden hervor. Kaninchen sind gegenüber den Giften resistenter als Rinder oder Pferde. Trotzdem sollte die Pflanze mit Vorsicht behandelt werden.

Schmalblättriges Greiskraut
(Senecio inaequidens)
Andere Namen:
Südafrikanisches Greiskraut, Schmalblatt-Greiskraut, Schmalblättriges Kreuzkraut
Wissenswertes:
Das Schmalblättrige Greiskraut ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Zu finden ist es häufig entlang von Bahnschienen, Autobahnen, Industriegebieten und Feldwegen. Das Schmalblättrige Greiskraut ist giftig.
Günsel
Ajuga reptans
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
Andere Namen:
Guldengünsel
Wissenswertes:
Kriechender Günsel blüht von Mai bis Juni. Er wächst auf Wiesen, in Laubwäldern, an Waldrändern, unter Hecken und in Gärten. Günsel wird eine heilende Wirkung für Schleimhautverletzungen und gegen Durchfall nachgesagt. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Gundermann aufgrund der Anordnung der Blüten und der Blütenfarbe. Beide Pflanzen sind zur Fütterung geeignet.
Gundermann
Glechoma

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Habichtskraut
Hieracium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
Andere Namen:
Mausohr-Habichtskraut, Langhaariges Habichtskraut
Wissenswertes:
Das Kleine Habichtskraut ist in Deutschland weit verbreitet. Es kommt häufig auf Trockenrasen und stickstoffsalzarmen Böden vor. Sein Standort ist meist sonnig. Kleines Habichtskraut blüht von Mai bis Oktober. Dem Kleinen Habichtskraut wird eine harntreibende Wirkung nachgesagt. Es kann problemlos an Kaninchen verfüttert werden.
Hahnenfuß
Ranunculus
leicht giftig

Brennender Hahnenfuß (Ranunculus flammula)
Andere Namen:
Butterblume
Wissenswertes:
Der Brennende Hahnenfuß mag feuchte Sandböden. Man findet ihn in Sümpfen, auf Feuchtwiesen, und in Gewässernähe. Seine Blütezeit reicht von Mai bis September. Er gilt als leicht giftig, stellt im Wiesengemisch jedoch kein Problem dar. Getrocknet verliert er seine Giftigkeit.

Gold-Hahnenfuß (Ranunculus auricomus agg.)
Andere Namen:
Goldgelber Hahnenfuß, Goldschopf-Hahnenfuß, Goldhaar-Hahnenfuß, Butterblume
Wissenswertes:
Der Gold-Hahnenfuß wächst gern in Laub- und Auwäldern. Er blüht von April bis Mai. Die Pflanze enthält das Toxin Protoanemonin. Der Gold-Hahnenfuß sollte daher nicht gezielt gefüttert werden. Im Wiesengemisch ist er nicht weiter schlimm, da er aufgrund seines beißenden Geschmacks nicht gezielt gefressen wird.

Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Andere Namen:
Butterblume
Wissenswertes:
Der Name Hahnenfuß bezieht sich auf die vogelfußähnlichen Laubblätter der Pflanze. Der Kriechende Hahnenfuß wächst an Wegrändern, Ufern, in Gärten oder auf Wiesen. Er bevorzugt einen leicht feuchten Standort. Hahnenfuß breitet sich kriechend aus und wächst selten allein. Die Pflanze blüht von Mai bis August. Die Blüten sind gelb.
Die Pflanze gilt als leicht giftig. Alle Pflanzenteile schmecken bitter und werden von Kaninchen selektiert, die genug abwechslungsreiches Futter zur Verfügung haben. Wird Hahnenfuß getrocknet, so verliert er seine Giftigkeit.

Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
Andere Namen:
Butterblume
Wissenswertes:
Der Scharfe Hahnenfuß wächst gern auf leicht feuchten Wiesen. Er blüht von Mai bis Oktober. Alle Pflanzenteile sind giftig. In getrockneter Form verliert die Pflanze ihre Giftigkeit, weswegen Scharfer Hahnenfuß im Heu kein Problem darstellt.
Hasenglöckchen
Hyacinthoides

Wissenswertes:
Das Hasenglöckchen ist eine Zierpflanze, die inzwischen allerdings auch verwildert vorkommt. Sie wächst in Wäldern oder in der Nähe von Gebüschen. Das Hasenglöckchen verfügt über Zwiebeln als Überdauerungsorgan. Im Frühjahr bildet es lange linealische Laubblätter aus. Im Mai erscheinen dann die Blüten. Das Hasenglöckchen gilt als giftig. Seine Inhaltsstoffe können nach Verzehr herzschädigend wirken. Es sollte daher nicht an Kaninchen verfüttert werden.
giftig
Heidekraut
Calluna vulgaris
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Heidekraut (Calluna vulgaris)
Andere Namen:
Besenheide, Heide, Bienenheide
Wissenswertes:
Das Heidekraut wächst vermehrt auf sandigen, sauren Böden. Oft findet man sie in lichten Wäldern. Dort wächst sie als winterharte Pflanze. Sie blüht von Spätsommer bis Herbst. Die Pflanze ist zur Fütterung von Kaninchen geeignet.

Hirtentäschel
Capsella
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnlicher Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
Andere Namen:
Hirtentäschelkraut, Hirtentäschelchen, Herzkraut, Taschenkraut, Bauernsenf
Wissenswertes:
Der Name der Hirtentäschel ergibt sich aus der herzförmigen Schotenform der Pflanze, die aussehen wie die Taschen der Hirten von früher. Bei guten Bedingungen blüht die Pflanze von Frühling bis Herbst. Hirtentäschel wächst gern auf Wiesen, an Wegrändern oder auf Ruderalflächen.
Die Pflanze hat eine blutstillende Wirkung. Sie stellt eine unbedenkliche Futterpflanze für Kaninchen dar.
Hohlzahn
Galeopsis
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gemeiner Hohlzahn (Galeopsis tetrahita)
Andere Namen:
Gewöhnlicher Hohlzahn, Dorn-Hohlzahn, Stechender Hohlzahn, Stacheliger Hohlzahn, Hanfnessel
Wissenswertes:
Der Gemeine Hohlzahn wächst in Wäldern, Gebüschen, an Äckern und Wegen. Er blüht von Juni bis Oktober. Seine Inhaltsstoffe sollen schleimwirkend lösen. Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Hopfen
Humulus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Echter Hopfen (Humulus lupulus)
Wissenswertes:
Hopfen wächst gern auf stickstoffreichen Böden mit einer hohen Bodenfeuchtigkeit. Er kann jedoch durch seine Anspruchslosigkeit auch auf trockenem Boden überleben. Vermehrt kommt er in Gebüschen, an Waldrändern oder in Auwäldern vor. Hopfen bildet Reben aus, die sich gern an anderen Pflanzen hochranken. Er kann über 10 cm am Tag wachsen. Hopfen findet nicht nur beim Brauen von Bier Verwendung, sondern wird auch als Heilpflanze geschätzt. Er wirkt beruhigend, antibakteriell, appetitanregend und verdauungsfördernd.
Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Hopfenklee
Medicago lupulina
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Hopfen-Luzerne, Gelbklee, Zetterklee
Wissenswertes:
Hopfenklee wächst häufig an Wegrändern oder auf trockenen Fettwiesen. Er blüht von Mai bis Oktober. Er kann bedenkenlos verfüttert werden, sofern die Kaninchen eine Grünfütterung ohne handelsübliches Trockenfutter oder Pellets gewohnt sind.
Hornklee
Lotus
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
Andere Namen:
Gemeiner Hornklee, Schotenklee
Wissenswertes:
Als Standort bevorzugt der Gewöhnliche Hornklee Wiesen, Gebüsche, und Wegränder. Er blüht von Mai bis September. Falls die Kaninchen mit reinem Grünfutter ernährt werden, stellt Hornklee eine unproblematische Futterpflanze dar. Bekommen die Kaninchen Pellets oder Trockenfutter, sollte Hornklee nicht verfüttert werden. Es kann zu Verdauungsproblemen kommen.
Hornkraut
Cerastium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)
Wissenswertes:
Das Acker-Hornkraut wächst an Wegrändern, Wiesen und auf Ruderalstellen. Hin und wieder wird es als Zierpflanze gezielt angepflanzt. Acker-Hornkraut blüht von April bis August. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Quellen-Hornkraut (Cerastium fontanum)
Wissenswertes:
Das Quellen-Hornkraut wächst dicht am Boden und ist daher leicht zu übersehen. Der Name bezieht sich auf die hornähnliche Form der Kapselfrüchte. Die Pflanze blüht von März bis Oktober. Quellen-Hornkraut gilt als unproblematische Futterpflanze für Kaninchen.
Huflattich
Tussilago farfara
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Breitlattich, Eselslattich, Brustlattich, Fohlenfuß
Wissenswertes:
Huflattich wächst an leicht feuchten, lehmigen Standorten. Seine Blütezeit reicht von Februar bis Mai. Die Blüte des Huflattichs kann leicht mit der Blüte des Löwenzahns verwechselt werden. Die Blätter des Huflattichs ähneln denen von Weißer Pestwurz oder denen der Kletten. Nach der Blüte entwickeln die Blätter des Huflattichs eine weiß-filzige Blattunterseite, anhand derer man die Pflanze sicher bestimmen kann.
Huflattich gilt als eine der ersten Heilpflanzen gegen Husten. Ihre Inhaltsstoffe wirken schleimlösend, sind entzündungshemmend und gut für die Atemwege. Huflattich ist eine Heilpflanze, weswegen sie nur im Gemisch mit anderen Pflanzen an Kaninchen verfüttert werden sollte.
Hyazinthe
Hyacinthus
giftig

Gartenhyazinthe (Hyacinthus orientalis)
Andere Namen:
Echte Hyazinthe, Gemeine Hyazinthe, Orientalische Hyazinthe
Wissenswertes:
Die Gartenhyazinthe kommt in vielen Farbschlägen vor. Ihre Blüten können weiß, gelb, rosa, rot, blau, violett und schwarz sein. Hyazinthen blühen von März bis April. Alle Teile an der Pflanze enthalten giftige Inhaltsstoffe, weshalb die Hyazinthe nicht zur Fütterung von Kaninchen geeignet ist.
Immergrün
Vinca

giftig
Kleines Immergrün (Vinca minor)
Wissenswertes:
Der Name des Immergrüns ist irreführend. Es ist nicht das ganze Jahr über grün, sondern verliert zum Winter hin seine Blätter. Es blüht von März bis Juni und wächst vermehrt im Schatten und Halbschatten. Zu finden ist es häufig in Laub- und Mischwäldern.
Immergrün enthält in allen Pflanzenteilen Giftstoffe und ist nicht zur Fütterung von Kaninchen geeignet.
Jakobs-Kreuzkraut
Jacobaea vulgaris
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Jakob-Greiskraut, Jakobs-Greiskraut, Jakobskraut
Wissenswertes:
Jakobs-Kreuzkraut blüht von Juni bis August. Der Name "Jakob" bezieht sich auf die Hauptblütezeit der Pflanze, den Juli. Am 25. Juli ist der Jakobstag. Jakobs-Kreuzkraut ist relativ anspruchslos an seinen Standort. Es benötigt keinen nährstoffreichen Boden zum Wachsen und steht häufig an Feld- und Wegrändern, Wiesen und auf Brachflächen.
Das Jakobs-Kreuzkraut wird von Pferdebesitzern und Landwirten stark gefürchtet. Die Pflanze enthält leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide. Hautkontakt reicht aus, um das Gift aufzunehmen. In den Blüten sind die Pyrrolizidinalkaloide am stärksten konzentriert. In frischem Zustand meiden die meisten Weidetiere das Jakobs-Kreuzkraut, da es bitter schmeckt. Im Heu oder in der Silage kann es von den Tieren nicht selektiert werden und wird aufgenommen. Für Rinder und Pferde sind Pyrrolizidinalkaloide über einen längeren Zeitraum hinweg stark leberschädigend und können zum Tod führen.
Versuche haben gezeigt, dass Kaninchen außerordentlich gut auf Pyrrolizidinalkaloide reagieren und wesentlich resistenter sind als Rinder und Pferde. Ihnen schadet eine gelegentliche Fütterung mit Jakobs-Kreuzkraut nicht. Daher kann den Tieren die Pflanze angeboten werden. Gleiches gilt übrigens auch für Meerschweinchen.
Johanniskraut
Hypericum perforatum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Andere Namen:
Echtes Johanniskraut, Echt-Johanniskraut, Gewöhnliches Johanniskraut, Johanneskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut
Wissenswertes:
Der Name des Johanniskrauts bezieht sich auf den Tag von Johannes den Täufer, den 24.Juni, auch als Johannistag bekannt. Die Pflanze blüht von Juni bis August und somit auch am Johannistag.
Johanniskraut enthält leicht giftiges Hypericin, das bei wenig pigmentierten, also hellen Weidetieren nach Sonnenbestrahlung zu einer Auflösung der roten Blutkörperchen. Es kann zu einer Blutanämie kommen. Früher nannte man die Vergiftung von Pferden, Schafen oder Ziegen "Hartheukrankheit".
Kaninchen können die Pflanze jedoch bedenkenlos fressen. Johanniskraut soll gegen Unruhe und sogar bei Scheinträchtigkeit helfen.
Kälberkropf
Chaerophyllum
giftig, Achtung Verwechslungsgefahr!

Hecken-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum)
Andere Namen:
Taumel-Kälberkropf, Taumel-Kerbel oder Betäubender Kälberkropf
Wissenswertes:
Die Gattung der Kälberkröpfe zählt zu der Familie der Doldenblütler. Die Doldenblütler umfassen sowohl gute Futterpflanzen, wie zum Beispiel den Wiesen-Bärenklau, als auch sehr giftige Pflanzen, wie den Gefleckten Schierling. Auch der Hecken-Kälberkropf zählt zu den giftigen Vertretern der Doldenblütler. Auf unserer Internetseite haben wir hier eine Seite zur Bestimmung von Doldenblütlern erstellt. Wer sich nicht zu hundert Prozent sicher ist, sollte Doldenblütler nicht verfüttern.
Der Hecken-Kälberkropf wächst an Waldrändern, Wiesen oder an Böschungen. Er blüht von Mai bis Juli. Die Sprossachse wird von Haaren überzogen, die bei Berührung mit der Haut Schmerzen verursachen können. Der Hecken-Kälberkropf hat kurz unter der Stelle, an der sich die Sprossachse verzweigt, eine kropfartige/beulenartige Ausbuchtung, die der Gattung ihren Namen gegeben hat. Außerdem ist die Sprossachse von einer roten Färbung und dunklen Punkten überzogen. Die Blätter sind leicht behaart. Der Geruch der Pflanze ist leicht würzig.
Kamille
Matricaria

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Echte Kamille (Matricaria chamomilla L.)
Andere Namen:
Camille, Apfelkraut, Hemdknöpfe
Wissenswertes:
Kamille ist eine recht anspruchslose Pflanze. Man findet sie vermehrt auf Ödland oder an Wegrändern. Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend, wundheilungsfördernd und antibakteriell. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea )
Andere Namen:
Strahllose Kamille
Wissenswertes:
Die Strahlenlose Kamille besitzt keine weißen Zungenblüten, so wie die Echte Kamille, daher ihr Name.
Sie wächst in heller Umgebung und kommt häufig auf Brachflächen oder an Wegrändern vor. Sie blüht von Juni bis September. Die Strahlenlose Kamille kann bedenkenlos verfüttert werden.
Kerbel
Anthriscus
Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium)
Andere Namen:
Echter Kerbel
Wissenswertes:
Kerbel wächst häufig in der Nähe von Wäldern und Gebüschen. Außerdem kommt er oft auf Grundstücken vor, die vom Menschen stark geprägt sind, zum Beispiel in Gärten oder auf Betriebsgeländen.
Der leicht pfeffrige Geschmack des Echten Kerbels erinnert an Petersilie. Kerbel wird eine harntreibende Wirkung nachgesagt und ist eine unbedenkliche Futterpflanze.
Kerbel gehört zu den Doldenblütlern, eine Pflanzenfamilie, in der sowohl giftige als auch ungiftige Vertreter vorkommen. Deswegen besteht beim Kerbel eine hohe Verwechslungsgefahr, beispielsweise mit dem giftigen Gefleckten Schierling. Kerbel sollte daher nur verfüttert werden, wenn er zuvor sicher bestimmt werden konnte. Auf unserer Internetseite haben wir unter der Rubrik "Ernährung" eine Bestimmungshilfe erstellt.

zur Fütterung von Kaninchen geeignet, aber Vorsicht Verwechslungsgefahr!
Klee
Trifolium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Hasenklee (Trifolium arvense)
Andere Namen:
Ackerklee
Wissenswertes:
Hasenklee wächst gern auf sandigen, trockenen Böden. Er bevorzugt helle Standorte. Hasenklee blüht von Juni bis Juli. Hasenklee wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt und soll gegen Durchfall helfen.
Hasenklee kann an Kaninchen verfüttert werden.

Mittlerer Klee (Trifolium medium)
Andere Namen:
Zickzack-Klee
Wissenswertes:
Der Name "Zickzack-Klee" bezieht sich auf den hin und her gebogenen Stängel, der Zick-Zack-artig nach oben wächst. Der Mittlere Klee blüht von Juni bis August und kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden, die kein Trockenfutter bekommen.

Rotklee (Trifolium pratense)
Andere Namen:
Rot-Klee, Saatklee, Wiesenklee
Wissenswertes:
Rotklee enthält wertvolle Eiweiße und kann an Kaninchen verfüttert werden, solange die Tiere die Grünfütterung gewohnt sind. Klee sollte nicht an Kaninchen verfüttert werden, die handelsübliches Trockenfutter oder Pellets bekommen, da er in Kombination Verdauungsprobleme hervorrufen kann.
Rotklee blüht von April bis Oktober und wächst auf nährstoffreichem Boden.
Klette
Arctium

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Große Klette (Arctium lappa)
Andere Namen:
Klette, Butzenklette
Wissenswertes:
Die Große Klette ist eine weit verbreitete Pflanze, die mit ihren großen Blättern schnell ins Auge fällt. Sie wächst an Wegrändern, auf Ruderalstellen und in leicht feuchten Wäldern.
Man sagt der Großen Klette einige Heilwirkungen nach. Sie soll antiviral und antitumoral wirken. Außerdem regt sie die Verdauung, insbesondere die Gallentätigkeit, an und stärkt die Nierenfunktion. Man kann sie bei Harnwegsentzüdungen zufüttern. Außerdem soll sie gegen Hauterkrankungen helfen.

Inkarnat-Klee (Trifolium incarnatum)
Andere Namen:
Blutklee, Rosenklee, Italienischer Klee
Wissenswertes:
Inkarnat-Klee kommt ursprünglich aus dem westlichen Mittelmeerraum, was den alternativen Namen "Italienischer Klee" erklärt. "Inkarnat" bedeutet fleischfarben, was sich vermutlich auf die intensive Rotfärbung der Blüte bezieht, die die Pflanze von Mai bis August ausbildet.
Inkarnat-Klee wird seit vielen Jahren in Deutschland gezielt angebaut und kommt mittlerweile auch verwildert auf Wiesen, Äckern und an Wegrändern vor. Er ist eine beliebte Futterpflanze bei Kaninchen. Man sollte Klee jedoch nicht gemeinsam mit Trockenfutter füttern, da dies zu Verdauungsbeschwerden führen kann.

Weißklee (Trifolium repens)
Andere Namen:
Kriechklee, Weißer Klee
Wissenswertes:
Weißklee wächst auf Wiesen oder an Wegen. Weißklee blüht von Mai bis Oktober. Die Blüten können weiß bis zartrosa sein. Weißklee kann verfüttert werden, sofern das Kaninchen die Grünfütterung gewohnt ist. Klee kann in Kombination mit Pellets und handelsüblichem Trockenfutter zu Verdauungsbeschwerden führen.
Knoblauchsrauke
Alliaria petiolata
Andere Namen:
Knoblauchskraut, Lauchkraut, Knoblauchhederich
Wissenswertes:
Die Knoblauchsrauke lässt sich fast in jedem Garten finden und ist in Europa weit verbreitet. Sie blüht von April bis Juli. Ihre Blüten sind weiß.
Der Name „Knoblauchsrauke“ stammt vom Geruch und Geschmack der Pflanze, der an den von Knoblauch erinnert.
Im Mittelalter wurde die Pflanze als Gewürzkraut verwendet, da sich viele Haushalte keine teuren Gewürze leisten konnten.
Man sagt der Knoblauchsrauke außerdem antiseptische und schleimlösende Wirkungen nach.

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Koriander
Coriandrum sativum
Andere Namen:
Echter Koriander , Gartenkoriander
Wissenswertes:
Koriander zählt zu den Doldenblütlern. Die Doldenblütler sind eine Pflanzenfamilie, die sowohl gute Futterpflanzen, als auch sehr giftige Vertreter aufweist. Doldenblütler haben alle ein ähnliches Erscheinungsbild, weshalb beim Bestimmen größte Vorsicht geboten ist.
Koriander kommt verwildert vor, wird aber in der Regel vom Menschen als Gewürzpflanze gezielt angebaut. Koriander blüht von Mai bis Juli.
Koriander enthält ätherisches Öl, dem eine appetitanregende, verdauungsfördernde, krampflösende Wirkung nachgesagt wird. Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Kornblume
Centaurea cyanus
Andere Namen:
Zyane
Wissenswertes:
Seitdem die Menschen Ackerbau betreiben, wächst die Kornblume als Begleitpflanze auf den Getreidefeldern. Daher hat sie ihren Namen.
Die Pflanze wurde vermutlich mit Saatgut aus dem Mittelmeerraum unbewusst eingeführt.
Der Name „Zyane“ bezieht sich auf die Farbe Cyan, ein Blauton, in der die Kornblume meistens blüht. Sie kann aber auch weiß, rosa und purpurfarben blühen.
Die Kornblume gilt als Heilpflanze. Ihr werden appetitanregende, harn- und stuhltreibende und schleimlösende Wirkungen nachgesagt. Sie ist zur Fütterung von Kaninchen geeignet.

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Kratzdistel
Cirsium

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
Andere Namen:
Ackerdistel
Wissenswertes:
Die Ackerkratzdistel ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kratzdisteln (Cirsium). Die Acker-Kratzdistel lässt sich meistens an Wegrändern oder an kargen Gebieten, wie auf brach liegenden Grundstücken, finden.
Kratzdisteln sind sehr stachelig, werden aber von vielen Kaninchen gefressen. Für gesunde Kaninchen ohne Zahnprobleme stellen die Stacheln kein Problem dar. Kratzdisteln gelten als verdauungsfördernd und hilfreich bei Leberproblemen.

Gemeine Kratzdistel (Cirsium vulgare)
Andere Namen:
Gewöhnliche Kratzdistel, Lanzett-Kratzdistel
Wissenswertes:
Die Gemeine Kratzdistel wächst vermehrt an Wegrändern, auf Schuttplätzen oder in Waldnähe. Sie blüht von Juni bis Oktober. Kratzdisteln gelten als verdauungsfördernd und hilfreich bei Leberproblemen und können Kaninchen bedenkenlos angeboten werden.

Knollige Kratzdistel (Cirsium tuberosum)
Andere Namen:
Knollen-Kratzdistel
Wissenswertes:
Die Knollige Kratzdistel wächst auf Moorwiesen und in Gewässernähe. Sie gilt in Deutschland als gefährdet und kommt eher selten vor. Sie blüht von Juli bis August. Die Knollige Kratzdistel kann an Kaninchen verfüttert werden.

Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
Andere Namen:
Landschnecht
Wissenswertes:
Die Sumpf-Kratzdistel wächst in der Nähe von Sümpfen, Feuchtwiesen, Gräben oder Auwäldern. Sie blüht von Juli bis September. Ihre Blüten sind kleiner als die Blüten der verwandten Gemeinen Kratzdistel. Kratzdisteln gelten als verdauungsfördernd und hilfreich bei Leberproblemen und können Kaninchen bedenkenlos angeboten werden.
Krokus
Crocus
giftig
Frühlings-Krokus (Crocus vernus)
Andere Namen:
Frühlings-Safran
Wissenswertes:
Der Frühlings-Krokus gehört zu den ersten Blumen, die im Jahr anfangen zu blühen.
Wie die meisten Frühblüher gilt auch der Krokus als giftig.
Die Pflanze enthält das Gift Picrocrocin. Die Zwiebel beinhaltet von allen Teilen der Pflanze die höchste Konzentration an Gift.
Picrocrocin hat einen sehr bitteren Geschmack und führt bei Kindern und Tieren dazu, dass die Pflanze in der Regel nicht in übermäßigen Mengen verzehrt wird. Hält man seine Kaninchen artgerecht, so stellt das Vorkommen des Krokusses im Gartenfreilauf kein Problem dar. Die Kaninchen rühren ihn in der Regel nicht an.

Labkraut
Galium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Kletten-Labkraut (Galium aparine)
Andere Namen:
Klebkraut
Wissenswertes:
Das Kletten-Labkraut haftet mit seinen Borstenhaaren an Kleidung und Fell – ein gutes Erkennungsmerkmal für diese Pflanze. Es kommt in Deutschland relativ häufig vor und wächst in Wiesen, an Wegrändern oder auf Böschungen. Kletten-Labkraut wird eine entzündungshemmende und blutstillende Wirkung nachgesagt. Es ist als Futterpflanze für Kaninchen geeignet.

Wald-Labkraut (Galium sylvaticum)
Andere Namen:
Falscher Waldmeister
Wissenswertes:
Das Wald-Labkraut wächst in Laubwäldern und kann durch seine Blätter und Wuchsform leicht mit dem nah verwandten Waldmeister verwechselt werden. Waldmeister blüht jedoch schon etwas eher im Jahr und zwar von April bis Juni. Das Wald-Labkraut blüht später von Juli bis August. Beide Pflanzen können an Kaninchen verfüttert werden.

Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
Wissenswertes:
Sumpf-Labkraut wächst auf feuchten Böden. Es kommt auf Nasswiesen, in Gewässernähe und in lichten, feuchten Wäldern vor. Es bildet von Juni bis September kleine weiße Blüte aus. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Weißes-Labkraut (Galium album)
Andere Namen:
Gemeines Labkraut, Weißes Waldstroh, Grasstern
Wissenswertes:
Das Weiße-Labkraut ist weit verbreitet. Es wächst auf nährstoffreichen Wiesen oder Wegrändern und blüht von Juni bis September. Erkennbar ist es an seinem vierkantigen Stängel, der im Frühjahr leicht rötlich gefärbt ist. Je älter die Pflanze, desto grüner wird die Sprossachse. Das Weiße Labkraut wird häufig mir dem Wiesen-Labkraut verwechselt. Beide Pflanzen sind unbedenklich für Kaninchen und können verfüttert werden.
Weißes Labkraut soll wundheilend und harntreibend wirken.

Wohlriechendes-Labkraut (Galium odoratum)
Andere Namen:
Waldmeister, Maikraut, Maienkraut
Wissenswertes:
Wohlriechendes Labkraut ist eher unter dem Namen Waldmeister bekannt. Waldmeister wächst, wie der Name schon vermuten lässt, in Wäldern. Er kommt in Laub- und Mischwäldern vor. Er steht oft unter Eichen oder Rotbuchen. Die Pflanze bevorzugt lockere, nährstoffreiche Böden und zeigt Lehmböden an. Er blüht von April bis Juni. Er kann leicht mit dem Wald-Labkraut verwechselt werden. Beide Pflanzen können jedoch an Kaninchen verfüttert werden. Waldmeister eignet sich zur Winterfütterung, da er im Winter grün bleibt.
Lavendel
Lavandula

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia)
Andere Namen:
Schmalblättrige Lavendel
Wissenswertes:
Der Echte Lavendel stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Dort wächst er an warmen, trockenen Hängen. Die Pflanze ist gut an Trockenheit und Hitze angepasst und gilt als sehr robust.
Lavendel enthält ätherische Öle und gilt als Heilpflanze. Charakteristisch ist der intensive Geruch. Die Pflanze wirkt antiseptisch, harntreibend, krampflösend und beruhigend. Lavendel kann in Maßen verfüttert werden.
Lavendel wird eine insektenabweisende Wirkung nachgesagt. Die Pflanze eignet sich also gut, um sie in die Nähe des Kaninchengeheges zu pflanzen.
Lauch
Allium

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Zierlauch
Wissenswertes:
Zierlauch wird häufig in Gärten und Parks angepflanzt. Es handelt sich um eine Zierpflanze aus Asien, die gelegentlich auch verwildert vorkommt. Sie blüht im Frühling und Sommer. Allium ist ungiftig für Kaninchen. Er kann angeboten werden, ist aber unbeliebt.
Lein
Linum usitatissimum

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Saat-Lein, Haarlinse, Flachs
Wissenswertes:
Lein ist eine alte Kulturpflanze, die zur Ölgewinnung und Faserherstellung verwendet wurde. Die Blüten sind meistens blau mit dunkler Aderung. Hin und wieder kommen weiße oder violette Blüten vor.
Lein kann im Gemisch mit anderen Pflanzen bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Leinkraut
Linaria vulgaris

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Echtes Leinkraut, Gemeines Leinkraut, Gewöhnliches Leinkraut, Kleines Löwenmaul, Frauenflachs
Wissenswertes:
Leinkraut ist eine sogenannte Schuttpflanze. Sie kommt gut auf trockenem, steinigen und sandigen Böden zurecht. Ihre Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden. Aber Vorsicht: Leinkraut hat Ähnlichkeiten mit giftigen Wolfsmilchgewächsen.
Lerchensporn
Corydalis

giftig
Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)
Andere Namen:
Hohlknolliger Lerchensporn
Wissenswertes:
Der Hohle Lerchensporn wächst an einer Rhizomknolle, die einen Hohlraum umgibt und namensgebend für die Art ist. In diesem Hohlraum entwickelt sich in älteren Pflanzen ein bis zwei Tochterknollen. Der Hohle Lerchensporn wächst auf nährstoffreichen Boden und ist häufig in krautreichen Laubwäldern zu finden. Ab und zu wird der Hohle Lerchensporn als Zierpflanze in Gärten angesiedelt. Der Hohle Lerchensporn blüht von März bis April. Alle Pflanzenteile gelten als giftig und sollten nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Lichtnelken
Leimkräuter/Silene
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)
Wissenswertes:
Die Kuckucks-Lichtnelke blüht im Mai und Juni. Zu dieser Zeit kommt der Kuckuck aus dem Süden von seiner Überwinterung zurück. Der Name bezieht sich außerdem auf den sogenannten Kuckucksspeichel. Dies ist eine weiße, schaumige Masse, die bei der Kuckucks-Lichtnelke häufig am Stängel zu sehen ist. Diese Masse stammt von den Larven der Wiesenschaumzikade, die am Stängel Pflanzensäfte entzieht. Das gleiche Phänomen tritt auch beim Wiesen-Schaumkraut auf. Die Kuckucks-Lichtnelke steht häufig auf feuchten, mäßig fetten Wiesen und Sümpfen. Die Kuckucks-Lichtnelke kann bedenkenlos verfüttert werden.

Rote Lichtnelke (Silene dioica)
Andere Namen:
Rotes Leimkraut, Rote Nachtnelke, Rote Waldnelke, Taglichtnelke
Wissenswertes:

Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)
Andere Namen:
Gewöhnliches Leimkraut, Aufgeblasenes Leimkraut, Klatschnelke, Blasen-Leimkraut, Knirrkohl
Wissenswertes:
Löwenzahn
Taraxacum sect. Ruderalia
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia)
Wissenswertes:
Löwenzahn wird eine verdauungsfördernde und harntreibende Wirkung nachgesagt. Die gesamte Pflanze kann verfüttert werden und wird gern gefressen.
Die Wurzel lässt sich in getrockneter Form gut als Knabberstange verfüttern.
Lungenkraut
Pulmonaria
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Dunkles Lungenkraut (Pulmonaria obscura)
Wissenswertes:
Der botanische Gattungsname Pulmonaria leitet sich von pulmonarius, für lungenkrank, ab. Obscura bedeutet dunkel. Der Name bezieht sich auf die Nutzung des Lungenkrauts bei Lungenerkrankungen.
Das Dunkle Lungenkraut wächst in Laub- und Nadelmischwäldern. Es blüht von März bis Mai. Die jungen Blüten sind anfangs rosafarben und verfärben sich, je älter sie werden, dunkellila bis blau.
Lungenkraut hat eine schleimlösende und reizlindernde Wirkung. Es hilft bei Atemwegserkrankungen, Schnupfen und Blasenentzündungen.
Das Dunkle Lungenkraut ist eine Heilpflanze und sollte daher immer nur im Gemisch mit anderen Pflanzen angeboten werden.

Weiße Lichtnelke (Silene latifolia)
Andere Namen:
Weiße Nachtnelke, Weißes Leimkraut, Breitblättrige Lichtnelke, Nacht-Lichtnelke und Nachtnelke
Wissenswertes:
Die Weiße Lichtnelke ist häufig auf Unkrautfluren, Schuttplätzen, oder an Weg- und Ackerrändern zu finden. Sie blüht von Juni bis September. Die Weiße Lichtnelke kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
Andere Namen:
Echtes Lungenkraut, Lungenwurz
Wissenswertes:
Das Gefleckte Lungenkraut wächst in Laub- und Mischwäldern. Die rundlichen weiß gefleckten Blätter sind ein gutes Erkennungsmerkmal für die Pflanze. Es blüht von März bis Mai. Je älter die Blüten, desto dunkler färben sie sich. Das Gefleckte Lungenkraut wirkt entzündungshemmend und ist gut für die Atemwege. Es ist eine Heilpflanze, keine Futterpflanze und sollte daher nur im Gemisch mit anderen Pflanzen verfüttert werden.
Lupine
Lupinus
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Blaue Lupine (Lupinus angustifolius)
Andere Namen:
Schmalblättrige Lupine
Wissenswertes:
Der Name „Lupine“ kommt vom Bitterstoff Lupinin, der in den Samen der wilden Lupine und der Gartenlupine enthalten ist. Lupinin kann Atemlähmung hervorrufen und tödlich sein. Die wilde Lupine und die Gartenlupine sind daher nicht zur Fütterung von Tieren geeignet und giftig.
Durch den hohen Eiweißgehalt der Lupine und den hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren hat man im Laufe der Jahre durch Züchtung die Giftstoffe weggezüchtet. Die Süßlupinen sind entstanden. Landwirte bauen die Süßlupine gern als Gründüngung auf Feldern an, da sie Stickstoffspeichernde Wurzelknöllchen bildet und somit zur Verbesserung der Bodenqualität auf den Feldern beiträgt.
Für uns bedeutet das: Süßlupinen dürfen verfüttert werden. Wilde Lupinen oder Gartenlupinen sind zur Fütterung nicht geeignet.


Gelbe Lupine (Lupinus luteus)
Andere Namen:
Lupinenbohne, Wolfsbohne, Feigbohne
Wissenswertes:
Die Gelbe Lupine wird in Deutschland hin und wieder als Gründüngung angebaut. Lupinen zählen, wie Erbsen, Bohnen oder Klee, zu den Leguminosen. Das bedeutet, dass diese Pflanzen in der Lage sind den Boden mit wertvollem Stickstoff anzureichern und somit für eine bessere Bodenqualität für Folgefrüchte zu sorgen.
Die Gelbe Lupine ist seltener, als die Blaue Lupine, da sie als weniger ertragreich gilt.
Sowohl die Blaue Lupine, als auch die Gelbe Lupine sind Süßlupinen, denen man die Giftstoffe größtenteils herausgezüchtet hat. Daher kann man sie im Gemisch Kaninchen anbieten. Wer sich nicht sicher ist, um welche Lupinenart es sich handelt sollte lieber die Hände von den Pflanzen lassen. Die Wilde Lupine und die Gartenlupine sind giftig!
Luzerne
Medicago sativa
Andere Namen:
Echte Luzerne, Blaue Luzerne, Saat-Luzerne, Alfalfa, Schneckenklee oder Ewiger Klee
Wissenswertes:
Luzerne zählt zu den Leguminosen und ist somit in der Lage mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und zu binden. Luzerne gehört daher zu den Gründüngungspflanzen. Luzerne wird außerdem als Viehfutter angebaut und findet ebenfalls Verwendung als Lebensmittel durch Luzerne Sprossen. Luzerne kommt jedoch auch verwildert vor. Sie besiedelt Wegränder, Halbtrockenrasen und Trockenwiesen. Luzerne blüht von Juni bis September und ist winterhart. Getrocknet weißt die Luzerne einen hohen Kalziumgehalt auf.

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Mädesüß
Filipendula

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Sumpf-Mädesüß (Filipendula ulmaria)
Andere Namen:
Bocksbart, Geißbart
Wissenswertes:
Sumpf-Mädesüß wächst, wie der Name bereits verrät, in feuchten Gebieten. Die Pflanze blüht von Juni bis August.
Mädesüß wird eine schmerzstillende, entzündungshemmende und schleimhautschützende Wirkung nachgesagt.
Sie ist stellt eine unproblematische Futterpflanze für Kaninchen dar.
Maiglöckchen
Convallaria majalis

giftig
Andere Namen:
Maieriesli
Wissenswertes:
Das Maiglöckchen wächst in Gärten, Parks, sowie in Laub- und Mischwäldern. Hin und wieder trifft man es in lichten Nadelwäldern an. An sehr schattigen Standorten bildet es häufig nur Blätter, aber keine Blüten aus.
Maiglöckchen lassen sich aufgrund der Blattähnlichkeit mit Bärlauch oder Herbstzeitlose verwechseln. Während der Blütezeit, lassen sich die drei Pflanzen problemlos voneinander unterscheiden. Blühen die Pflanzen nicht, muss man genauer hinsehen. Die Blätter von Herbstzeitlose und Bärlauch haben keinen Geruch, während der verfütterbare Bärlauch intensiv nach Knoblauch riecht. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal liegt in der Farbe der Blätter. Bärlauch hat eine matte Blattunterseite und unterscheidet sich farblich deutlich von seiner Blattoberseite. Die Blattoberseite und Blattunterseite von Maiglöckchen und Herbstzeitlose sind gleich gefärbt.

Weg-Malve (Malva neglecta)
Andere Namen:
Feld-Malve, Gemeine Malve, Gänse-Malve, Gänsepappel, Hasenpappel, Käsepappel, Rosspappel
Wissenswertes:
Die Wilde Malve wächst gern auf stickstoffreichen Böden. Sie blüht von Juni bis September. Sie wirkt beruhigend auf Schleimhäute und ist gut für die Verdauung. Man sagt ihr außerdem eine entzündungshemmende Wirkung nach. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Wilde Malve (Malva sylvestris)
Andere Namen:
Große Käsepappel, Rosspappel
Wissenswertes:
Die Wilde Malve ist häufig auf Brachland, an Wegrändern oder in lichten Wäldern zu finden. Sie blüht von Mai bis September. Die Wilde Malve ist eine alte Heilpflanze. Sie beruhigt die Schleimhäute und ist gut für die Verdauung. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Margerite
Leucanthemum

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
Andere Namen:
Frühe Margerite, Magerwiesen-Margerite
Wissenswertes:
Die Wiesen-Margerite ist in Deutschland weit verbreitet. Sie blüht von Mai bis September. Die Wiesen-Margerite kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden. Die Pflanze kann beim Menschen bei Berührung mit der Haut eine Kontaktallergie auslösen. Deswegen sind Handschuhe beim Pflücken zu empfehlen.
Malve
Malva
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Moschus-Malve (Malva moschata)
Andere Namen:
Abelmoschus, Indische Hibiscus-Malve
Wissenswertes:
Die Moschus-Malve wächst auf nährstoffreichen Böden und ist lichtliebend. Sie blüht von Juni bis Oktober. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden. Ihre Bestandteile wirken entzündungshemmend und schleimlösend.
Mauerpfeffer
Sedum
schwach giftig

Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile)
Andere Namen:
Sedum, Mauerpfeffer
Wissenswertes:
Mauerpfeffer gehört mit seinen fleischigen, wasserspeichernden Blättern zu den Dickblattgewächsen. Durch diese Anpassung sind die Pflanzen der Gattung „Sedum“ in der Lage an kargen und sonnigen Standorten zu gedeihen. Die Prächtige Fetthenne kommt ursprünglich aus Nordost-China und Korea. Sie wächst dort auf Fels- und Schotterfluren. Die Pflanze kam als Zierpflanze nach Deutschland und wurde dort in Gärten angebaut. Ab und zu findet man die Prächtige Fetthenne auch an Wegrändern, wo sie sich vermutlich durch Gartenabfälle kultiviert hat. Die Prächtige Fetthenne blüht von August bis Oktober. Fetthennen enthalten in ihren Pflanzenteilen leicht konzentrierte Giftstoffe, deswegen sollten sie nicht gezielt verfüttert werden.

Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
Andere Namen:
Fetthenne, Sedum, Scharfe Fetthenne
Wissenswertes:
Der Scharfe Mauerpfeffer wächst gern an Mauern, auf Rasenflächen oder auf sandigen Ruderalstellen. Die Blütezeit reicht von Juni bis August.
Der scharfe Mauerpfeffer enthält giftige Stoffe, die unter anderem zentralnervöse Vergiftungserscheinungen verursachen können. Die Giftstoffe sind in den fleischigen Blättern jedoch nur gering konzentriert, sodass erst nach einer Aufnahme von großen Mengen eine Gefahr besteht. Scharfer Mauerpfeffer hat seinen Namen von seinem scharfen Geschmack. Gesunde Kaninchen verschmähen die Pflanze.
Meerkohl
Crambe

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Echter Meerkohl (Crambe maritima)
Andere Namen:
Küsten-Meerkohl
Wissenswertes:
Echter Meerkohl wächst an den den Stränden von Nord- und Ostsee. Er ist eine der wenigen Pflanzen, die in der Lage ist, in Geröll und salzhaltigen Böden zu wachsen. Die starke Nutzung als Nahrung und Viehfutter hat den Meerkohl-Bestand stark sinken lassen. Er wächst daher häufig in Strandregionen, die von Menschen und Tieren nur schwer zugänglich sind. Durch den geringen Bestand an Meerkohl steht die Pflanze unter Naturschutz. Sie sollte daher nicht zur Kaninchenfütterung verwendet werden, auch, wenn sie bedenkenlos verfüttert werden kann.
Meersenf
Cakile

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Europäischer Meersenf (Cakile maritima)
Andere Namen:
Strandrauke
Wissenswertes:
Der Europäische Meersenf ist am Strand- und Vordünenbereich von Nord- und Ostsee sowie am Mittelmeer und Schwarzen Meer zu finden. Er blüht von Juli bis September. Der Europäische Meersenf ist reich an Vitamin C und kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Milchstern
Ornithogalum

giftig
Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)
Andere Namen:
Stern von Bethlehem, Doldiger Milchstern
Wissenswertes:
Dolden-Milchstern ist häufig auf trockenen Wiesen oder Wegrändern zu finden. Die Pflanze blüht von April bis Juni. Nach der Blütezeit werden die Blätter gelb und sterben ab. Jede Pflanze besitzt eine Zwiebeln als Überdauerungsorgan. Erst im Februar des darauffolgenden Jahres werden wieder Blätter ausgebildet. Dolden-Milchstern ist giftig und sollte nicht verfüttert werden.
Mohn
Papaver
bedingt zur Fütterung geeignet

Saat-Mohn (Papaver dubium)
Wissenswertes:
Der Name Saat-Mohn lässt mutmaßen, dass es sich um eine Mohn-Art handelt, die zur Zierde angepflanzt wird. Dies ist beim Saat-Mohn jedoch nicht der Fall. Saat-Mohn wächst häufig wild auf Ruderalstellen, Wegrändern und Äckern. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni.
Saat-Mohn ist in geringen Mengen ungiftig, wird jedoch von den meisten Kaninchen nicht angerührt. Daher handelt es sich um keine ideale Futterpflanze.

Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Wissenswertes:
Klatschmohn wächst häufig auf Getreidefeldern, auf Schuttplätzen und an Wegrändern. Teilweise wird Klatschmohn zur Begrünung von Flächen oder als Bienenweide angesät. Er ist keine gute Futterpflanze, kann aber im Gemisch angeboten werden. Bei Kaninchen ist er eher unbeliebt.
Nachtschatten
Solanum
giftig

Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
Andere Namen:
Schwarz-Nachtschatten, Hühnertod
Wissenswertes:
Obwohl Nachtschatten mit Aubergine, Tomate und Kartoffel verwandt ist, gilt er als stark giftig. Viele Nachtschattengewächse haben giftige Teile. Alle Pflanzenteile des Nachtschattens enthalten Giftstoffe. Besonders die unreifen Früchte gelten als stark giftig.
Der Schwarze Nachtschatten blüht von Juni bis Oktober. Oft steht er an halbschattigen Wegrändern oder in der Nähe von Gebüschen.
Nachtviole
Hesperis
leicht giftig

Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis "Alba")
Andere Namen:
Gemeine Nachtviole, Rote Nachtviole, Matronenblume, Kilte
Wissenswertes:
Der Gattungsname "Hesperis" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Abend". Dies bezieht sich auf die intensiv duftenden Blüten der Gewöhnlichen Nachtviole in den Abendstunden.
Die Gewöhnliche Nachtviole wird häufig als Zierpflanze in Gärten kultiviert. Sie kommt jedoch auch verwildert vor. Dort findet man sie auf nährstoffreichen Böden, in Gewässernähe, auf Ruderalfluren und in Auewäldern. Sie erträgt Schatten gut. Von Mai bis August bildet sie ihre Blüten aus. Diese sind meistens violett gefärbt. Unser Beispielfoto zeigt die Gewöhnliche Nachtviole in weißer Varietät.
Alle Pflanzenteile der Gewöhnlichen Nachtviole sind leicht giftig. Sie sind in geringen Mengen aber unschädlich für Kaninchen.
Narzisse
Narcissus
giftig
Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus)
Andere Namen:
Osterglocke, Osterglöckchen, Trompeten-Narzisse, Märzenbecher, Aprilglocke, Märzglocke
Wissenswertes:
Die gelbe Narzisse zählt zu den Frühblühern. Sie blüht, je nach Standort, zwischen März und April. Wie die meisten Frühblüher wird die Narzisse als giftig eingestuft. Bereits bei Kontakt mit der Haut, kann die Pflanze zu Hautirritationen führen. Die Zwiebel enthält die höchste Konzentration an Giftstoffen. Ein Verzehr kann tödlich enden. Narzissen zählen zu den Amaryllisgewächse. Die Giftstoffe dieser Pflanzen nennt man „Amaryllidaceen-Alkaloide“. Für die Pflanze stellen diese Alkaloide einen natürlichen Schutz gegen Parasitenbefall und Fraßfeinde dar. Die Gifte schmecken sehr bitter, weshalb die wenigsten Tiere mit einem Verzehr fortfahren.

Nelkenwurz
Geum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
Andere Namen:
Gemeiner Nelkenwurz, Benediktinerkraut
Wissenswertes:
Echte Nelkenwurz wächst auf nährstoffreichem Boden und kommt in lichten Laubwäldern vor. Dort wächst sie gern entlang halbschattiger Waldwege. Nelkenwurz kommt außerdem in Gebüschen und auf nährstoffreichen Ruderalstellen vor. Die Pflanze blüht von Juni bis Oktober. Ihre Blüte ist leuchtend gelb gefärbt.
Nelkenwurz wird eine entgiftende Wirkung zugeschrieben. Außerdem soll sie verdauungsfördernd, herzstärkend und wurmtreibend sein. Echte Nelkenwurz kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)
Andere Namen:
Bachbenedikt, Wasserbenedikt, Wasserwurz,
Wissenswertes:
Bach-Nelkenwurz wächst auf feuchtem Boden. Sie kommt auf Feuchtwiesen, in Gräben, an Ufern, Mooren, Auen und feuchten Wäldern vor. Von April bis Juli bildet die Pflanze purpur-braune Blüten aus. Bach-Nelkenwurz kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Oregano
Origanum vulgare
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Dost, Gemeiner Dost, Echter Dost, Dorst, Gewöhnlicher Dost, Dostenkraut, Wohlgemut, Müllerkraut oder Wilder Majoran
Wissenswertes:
Oregano wird in vielen Kräutergärten angebaut, kommt jedoch auch als Wildpflanze vor. Er wächst in Wäldern, an Wegrändern, sonnigen Hängen, sowie auf Trockenrasen. Die Pflanze blüht zwischen Juli und September. Oregano gilt als alte Heilpflanze und soll eine antiparasitäre Wirkung haben und außerdem gegen Pilzinfektionen helfen. Oregano kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Pfeilkresse
Lepidium draba
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Herzkresse, Türkische Kresse
Wissenswertes:
Die Pfeilkresse kommt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. In Deutschland gilt sie als Neophyt. Sie wächst auf Bahndämmen, Ruderalstellen oder auf lehmigen Äckern. Sie blüht von Mai bis Juli. Die Pfeilkresse enthält viel Vitamin C und Senfölglycoside. Sie hat eine verdauungsanregende Wirkung und kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Petersilie
Petroselinum crispum
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Petersil, Peterle, Peterli, Peterling, Petergrün
Wissenswertes:
Petersilie zählt zu den Doldenblütlern, eine Pflanzenfamilie, die für ihre äußerst guten Futterpflanzen, aber auch für ihre giftigen Vertreter, wie den Gefleckten Schierling, bekannt ist. Ursprünglich kommt Petersilie aus dem Mittelmeerraum. Die Blätter können an Kaninchen verfüttert werden. Sie enthalten einen hohen Gehalt an Vitamin C und Vitamin K. Die Samen der Petersilie gelten als giftig.

Pfennigkraut
Lysimachia nummularia
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Münzkraut, Pfennig-Gilbweiderich
Wissenswertes:
Pfennigkraut hat seinen Namen von seiner münzrunden Blattform. Es wächst auf leicht feuchten, nährstoffreichen Böden, zum Beispiel in Wäldern, auf Feuchtwiesen oder in Ufernähe von Gewässern. Es bildet von Mai bis Juli gelbe Blüten aus. Pfennigkraut kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Pfingstrose
Paeonia
giftig

Edel-Pfingstrose (Paeonia lactiflora)
Andere Namen:
Milchweiße Pfingstrose, Chinesische Pfingstrose
Wissenswertes:
Die Edel-Pfingstrose wird in Deutschland als Zierpflanze in Gärten kultiviert. Es gibt verschiedene Arten und Sorten von Pfingstrosen. Alle sind für Kaninchen giftig. Im Gartenfreilauf stellen sie jedoch in der Regel kein Problem dar, da die Kaninchen bei ausreichend Nahrungsangebot die Pfingstrosen nicht anrühren.
Platterbse
Lathyrus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Breitblättrige-Platterbse (Lathyrus latifolius)
Andere Namen:
Breitblatt-Platterbse, Bukettwicke
Wissenswertes:
Die Breitblättrige-Platterbse kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. In Deutschland ist sie ein Neophyt. Sie wächst in lichten Wäldern, Gebüschen und auf trockenen Wiesen. In Gärten und Parks wird sie gern als Zierpflanze gepflanzt. Sie blüht von Juni bis August und kann an Kaninchen verfüttert werden.

Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus)
Wissenswertes:
Die Frühlings-Platterbse wächst in Laub- und Mischwäldern. Am häufigsten kommt sie in Buchenwäldern vor. Sie blüht von April bis Mai. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
Andere Namen:
Wiesenplatterbse, Wicke
Wissenswertes:
Die Wiesen-Platterbse wächst auf nährstoffreichen, nicht zu trockenen Wiesen. Sie blüht von Juni bis September. Die Wiesen-Platterbse enthält Bitterstoffe, ist aber nicht giftig. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Phacelia
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Bienenweide, Bienenfreund, Büschelschön, Büschelblume
Wissenswertes:
Phacelia-Arten werden häufig als Gründüngungspflanzen auf Feldern eingesetzt. Mit ihrem dichten Wurzelwerk nimmt die Pflanze die Nährstoffe aus dem Boden auf und gibt sie nach Verottung an die Nachfolgefrucht weiter. Die Pflanze wächst außerdem in Gärten oder kommt verwildert an Straßen- und Wegrändern vor.
Phacelia blüht von Mai bis Oktober. Die Pflanze eignet sich perfekt für die Winterfütterung. Leider ist sie nicht frosthart und friert beim ersten Frost kaputt.
Für Kaninchen stellt Phacelia eine sehr schmackhafte Futterpflanze dar.

Portulak
Portulaca
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Portulak (Portulaca oleracea)
Andere Namen:
Gemüse-Portulak, Sommerportulak
Wissenswertes:
Portulak zählt zu den Pionierpflanzen. Das sind Pflanzen, die durch ihre Anpassungsfähigkeit schnell neue Gebiete besiedeln. Portulak findet man in Gärten, auf Äckern, an Wegen und in Pflasterritzen. Die Pflanze bildet von Juni bis Oktober gelbe Blüten aus. Portulak enthält größere Mengen von Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren und gilt als sehr gesund. Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Puschkinie
Puschkinia scilloides
giftig

Andere Namen:
Kegelblume
Wissenswertes:
Die Puschkinie hat ihrem Namen vom russischen Chemiker und Mineralogen Apollos Apollossovitsch Mussin-Puschkin, den man mit der Namensgebung ehren wollte. Ursprünglich kommt die Puschkinie aus dem Mittelmeerraum. Im Laufe der Zeit kam sie als Zierpflanze nach Deutschland und kommt nun auch verwildert vor. Die Puschkinie kann leicht mit dem Mischtschenko-Blaustern verwechselt werden. Die beiden Arten kann man anhand der Staubblätter unterscheiden. Beim Mischtschenko-Blaustern liegen die Staubblätter frei. Die Puschkinie hat eine weiße Nebenkrone die die Staubblätter umhüllt. Die Blütezeit liegt zwischen April und Mai. Die Puschkinie ist in allen Pflanzenteilen giftig und sollte nicht verfüttert werden.
Rainfarn
Tanacetum vulgare
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Andere Namen:
Wurmkraut
Wissenswertes:
Ein „Rain“ ist ein unbebauter schmaler Streifen Land als Grenze zwischen zwei Äckern. Dort ist der Rainfarn auch zu finden. Er ist in Deutschland weit verbreitet.
Alle Pflanzenteile des Rainfarns enthalten ätherische Öle und Bitterstoffe. Rainfarn gilt als Heilpflanze. Er hat antiparasitäre Wirkungen und kann unterstützend zu Wurmbefall gefüttert werden. Die Pflanze sollte immer im Gemisch, also mit anderen Pflanzen zusammen verfüttert werden.
Vorsicht beim Pflücken des Rainfarns. Viele Menschen reagieren beim Hautkontakt mit der Pflanze mit allergischen Reaktionen.

Rainkohl
Lapsana communis
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Gemeine Milche, Gewöhnlicher Rainkohl, Rainkohl
Wissenswertes:
Rainkohl wächst auf nährstoffreichen Böden. Er kommt an Wegrändern vor oder auch in Wäldern, da er gut mit Schatten zurechtkommt. Rainkohl blüht von Juni bis September. Seine Blüten sind gelb und ähneln der Blüte des Habichtskrauts. Rainkohl kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden. Er wirkt verdauungs- und appetitanregend.

Raps
Brassica napus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Reps, Lewat
Wissenswertes:
Raps ist in Deutschland eine bedeutende Nutzpflanze für den Menschen und wird zur Herstellung von Rapsöl angebaut. Ende April fangen die Rapsfelder an zu blühen und tauchen ganze Landstriche in ein sattes Gelb. Sieht man im Spätsommer und Herbst gelblühende Felder, so handelt es sich nicht um Raps, sondern um Gelbsenf, der als Gründüngungspflanze angebaut wird und dem Raps zur Verwechslung ähnlich sieht.
Raps zählt zur Gattung "Kohl" (Brassica). Kohl ist für Kaninchen nach langsamer Gewöhnung fressbar, sollte jedoch nicht in Kombination mit Trockenfutter oder Pellets verfüttert werden, da es zu Verdauungsproblemen kommen kann. Raps ist eine gute Futterpflanze für Kaninchen, wenn die Blätter noch jung sind und die Pflanze noch nicht besonders hoch ist. Raps hat die Eigenschaft zu schossen. Das bedeutet, dass er in kurzer Zeit in die Höhe schießt, um seine Blüte auszubilden. Man kennt dieses Phänomen von Gartenpflanzen, die man nicht geerntet hat, zum Beispiel bei Salat. Schosst Raps, wird er sehr hoch und bekommt einen hohen Stängelanteil. Kaninchen sind Blattfresser (Folivore), was bedeutet, dass sie nur von Blättern, und nicht von Stängeln profitieren. Die Sprossachse von Raps bildet beim Schossen Lignin aus, ein Stoff, der für Kaninchen unverdaulich ist und somit keinen Nährwert hat.
Bietet man Raps nach dem Schossen und während der Blüte an, sollte man immer andere, blattreiche Pflanzen dazu reichen.
Raps sollte nicht ohne Erlaubnis des Landwirts von Feldern entwendet werden. Wenn ein Rapsfeld stark mit Stickstoff und Nitrat gedüngt wurde, kann das bei Kaninchen zu Problemen führen, deswegen sollte man immer Rücksprache mit dem Landwirten halten!

Reiherschnabel
Erodium

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Gewöhnlicher Reiherschnabel
(Erodium cicutarium)
Andere Namen:
Gemeiner Reiherschnabel, Schierlingsblättriger Reiherschnabel
Wissenswertes:
Der Gewöhnliche Reiherschnäbel wächst auf sandigen Böden. Er blüht zwischen April und September. Seinen Namen hat er von der Form seiner Früchte, die aussehen wie Reiherschnäbel.
Der Gewöhnliche Reiherschnabel zählt zur Familie der Storchschnabelgewächse und ist somit mit den Storchschnäbeln verwandt. Für Kaninchen stellt der Reiherschnabel eine unbedenkliche Futterpflanze dar.
Rettich
Raphanus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiformis)
Wissenswertes:
Ölrettich wurde ursprünglich zur Ölgewinnung verwendet. Inzwischen findet man ihn als Gründüngung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Er eignet sich gut für die Fütterung im Winter und wirkt antiviral.

Ringelblume
Calendula officinalis

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Garten-Ringelblume
Wissenswertes:
Die Ringelblume stammt vermutlich ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Inzwischen kommt sie jedoch in Deutschland auch verwildert vor. In der Landwirtschaft wird die Ringelblume nicht selten auf schmalen Streifen als Bienenweide angebaut.
Die Ringelblume blüht von Juni bis Oktober. Die Blütenfarbe reicht von einem goldenen Gelb bis hin zu einem kräftigen Orange. Sie gilt als alte Heilpflanze. Man sagt ihr eine krampflösende, verdauungsfördernde, harntreibende und wurmtötende Wirkung nach. Die Pflanze kann an Kaninchen verfüttert werden.
Salbei
Salvia

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Wiesensalbei (Salvia pratensis)
Andere Namen:
Wiesen-Salbei
Wissenswertes:
Wiesensalbei wächst auf Wiesen, Böschungen und an Wegrändern. Er wird gern in Gärten und Parks auf Blühstreifen gepflanzt, da er sehr insektenfreundlich ist. Dort findet man häufig auch weiß-blühende Zuchtformen des Wiesensalbeis. Am besten gedeiht er an sonnigen Standorten. Mit seiner tiefreichenden Pfahlwurzel ist er gut an Trockenheit angepasst. Er blüht von Mai bis August. Wiesensalbei hilft bei Erkrankungen der Atemwege und bei Verdauungsproblemen. Er kann an Kaninchen verfüttert werden.
Rittersporn
Delphinium

giftig
Hoher Rittersporn (Delphinium elatum)
Wissenswertes:
Rittersporn ist eine beliebte Zierpflanze in Gärten. Sie zählt zu den Hahnenfußgewächsen und ist giftig. Daher sollte sie nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Sandkraut
Arenaria

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Quendel-Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)
Andere Namen:
Quendelblättriges Sandkraut, Kleiner Hühnerbiss, Thymianblättriges Sandkraut
Wissenswertes:
Quendel-Sandkraut wächst auf trockenem, sandigen Boden und kommt an Wegrändern oder auf Trockenrasen vor. Durch seine Wuchsform und die kleinen weißen Blüten ist es oft sehr unscheinbar. Es blüht von Mai bis September. Quendel-Sandkraut wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Durch seine ätherischen Öle ist es gut bei Atemwegserkrankungen. Die enthaltenen Bitterstoffe helfen bei Verdauungsproblemen.
Schafgarbe
Achillea
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)
Andere Namen:
Gewöhnliche Schafgarbe, Achilleskraut, Blutstillkraut, Gänsezungen, Grützblume, Kachel, Zangeblume, Feldgarbenkraut
Wissenswertes:
Schafgarbe ist in Deutschland häufig zu finden. Meistens steht sie am Wegesrand. Sie ist ein Nährstoffanzeiger für stickstoffhaltige Böden.
Die Schafgarbe ist eine alte Heilpflanze. Sie hilft bei Verdauungsbeschwerden und Krämpfen, sowie bei Blasen- und Nierenerkrankungen. Die Schafgarbe blüht weiß, manchmal auch leicht rosa.
Die ganze Pflanze kann verfüttert werden.

Sauerklee
Oxalis

bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
Andere Namen:
Waldsauerklee, Gemeiner Sauerklee, Kuckucksblume
Wissenswertes:
Wald-Sauerklee wächst häufig in schattigen, nährstoffreichen Laub- und Nadelwäldern. Er blüht von April bis Juni. Wald-Sauerklee enthält viel Oxalsäure, die bei einer hohen Aufnahme gesundheitliche Schäden verursachen kann. Es kommt beispielsweise zu einem erhöhten Risiko von Nierensteinen. Außerdem findet eine Hemmung der Resorption von Kalzium und Eisen statt. Oxalsäurehaltige Pflanzen, wie der Wald-Sauerklee, sollten daher nur im guten Gemisch und in Maßen angeboten werden.
Blassrote Wiesenschafgarbe
(Achillea roseo-alba)
Andere Namen:
Blassrote Schafgarbe, Hellrosafarbene Schafgarbe
Wissenswertes:
Die Blassrote Wiesenschafgarbe steht häufig an Wegrändern und auf Ruderalplätzen. Sie ist gut an Trockenheit angepasst und ist deshalb auch häufig in purer Sonne anzutreffen. Sie ist zur Fütterung von Kaninchen geeignet.

Sumpf-Schafgarbe
(Achillea ptarmica)
Andere Namen:
Sumpfschafgarbe, Niesgarbe, Bertrams-Garbe, Bertram-Schafgarbe
Wissenswertes:
Die Sumpf-Schafgarbe wächst gern entlang von Gräben, Flüssen oder Bächen. Sie blüht von Juli bis September. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden und soll appetitanregend, krampflösend und verdauungsfördernd wirken.
Scharbockskraut
Ficaria verna

bedingt giftig
Andere Namen:
Feigwurz, Frühlings-Scharbockskraut, Butterblume
Wissenswertes:
Scharbock ist ein alter Begriff für Skorbut, eine Vitamin-C Mangelerkrankung. Scharbockskraut enthält viel Vitamin-C und ist eine alte Heilpflanze, die eingenommen wurde, um den Vitaminmangel auszugleichen.
Scharbockskraut wächst gern auf feuchtem Boden. Häufig kommt es in Laub- und Mischwäldern vor, wo es im Frühling zur ersten grünen Bodenschicht gehört. Es blüht von März bis Mai.
Scharbockskraut enthält den Stoff „Protoanemonin“, der giftig ist und bitter schmeckt. Während sich die Pflanze in der Blüte befindet, ist der Stoff am stärksten konzentriert. Junge Blätter vor der Blüte enthalten kaum Protoanemonin, weshalb die Pflanze zu dieser Zeit sowohl von Menschen als auch von Kaninchen in geringen Mengen verzehrt werden kann.
Schaumkräuter
Cardamine

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta)
Andere Namen:
Ruderal-Schaumkraut, Gartenschaumkraut, Viermänniges Schaumkraut, Vielstängel-Schaumkraut
Wissenswertes:
Das Behaarte Schaumkraut wächst häufig in Gärten, in Parks oder auf Ruderalstellen. Es blüht vorläufig von März bis Juni. Wie alle Kreuzblütengewächse enthält das Behaarte Schaumkraut Senfölglycoside, Bitterstoffe, Vitamin C und Mineralstoffe, wie Eisen und Kalzium. Senfölglycoside wirken anregend auf Leber, Galle und Nieren. Auch wirkt die Pflanze krampflösend und verdauungsfördernd. Das Behaarte Schaumkraut kann in Maßen und im Gemisch mit anderen Pflanzen an Kaninchen verfüttert werden.
Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
Andere Namen:
Falsche Brunnenkresse, Bitterkraut, Schaumkraut
Wissenswertes:
Das Bittere Schaumkraut wächst im Halbschatten an feuchten Standorten. Man findet es in Waldsümpfen, an Gräben und in Erlenbruchwäldern. Es blüht von April bis Juli.
Das Bittere Schaumkraut wird auch Falsche Brunnenkresse genannt, weil es leicht mit der Echten Brunnenkresse verwechselt werden kann. Man kann die beiden Pflanzen jedoch leicht an der Farbe ihrer Staubbeutel unterscheiden. Das Bittere Schaumkraut hat violette Staubbeutel, während die Staubbeutel der Echten Brunnenkresse gelb sind. Bitteres Schaumkraut ist vom Geschmack her sehr bitter. Es ist gut für Galle und Leber, wirkt blutreinigend, verdauungsfördernd und entkrampfend. Es kann im Gemisch mit anderen Pflanzen an Kaninchen verfüttert werden.


Spring-Schaumkraut (Cardamine impatiens)
Andere Namen:
Springschaumkraut
Wissenswertes:

Wiesen Schaumkraut (Cardamine pratensis)
Andere Namen:
Schaumkraut, Maiblume, Strohblume
Wissenswertes:
Wiesen-Schaumkraut ist häufig auf Wiesen zu finden und kommt außerdem in Wassernähe vor. Es blüht von April bis Juli. Wiesen-Schaumkraut enthält viel Vitamin C und soll aufgrund seiner enthaltenen Senfölglykosiden gut für Niere und Leber sein. Die Pflanze wird häufig von den Larven der Wiesenschaumzikade befallen. Diese saugt am Stängel der Pflanze und hinterlässt eine weiße, schaumartige Masse, die Kuckucksspucke genannt wird. Das gleiche Phänomen tritt bei der Kuckucks-Lichtnelke auf. Wiesen-Schaumkraut gilt als unproblematische Futterpflanze.
Zwiebel-Schaumkraut (Cardamine bulbifera)
Andere Namen:
Zwiebel-Zahnwurz, Zwiebeltragende Zahnwurz, Knöllchentragende Zahnwurz
Wissenswertes:
Zwiebel-Schaumkraut hat in den Blattachseln kleine, eiförmige bis kugelige, braunlich-violette Knöllchen, die an Zwiebeln erinnern und der Pflanze ihren Namen geben. Zwiebel-Schaumkraut wächst auf nährstoffreichem Boden in Buchen- oder Buchenmischwäldern. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Scheinerdbeere
Potentilla indica

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Indische Scheinerdbeere (Potentilla indica)
Andere Namen:
Scheinerdbeer-Fingerkraut, Scheinerdbeere, Falsche Erdbeere, Indische Erdbeere
Wissenswertes:
Der Name Scheinerdbeere bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Pflanze zu einer Erdbeerpflanze. Im Gegensatz zur Erdbeere entwickelt die Scheinerdbeere keine weißen, sondern sonnengelbe Blüten. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Wuchs der Früchte. Die Früchte der Scheinerdbeere wachsen nach oben, nicht nach unten. Die Pflanze kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Schierling
Conium

hochgiftig
Gefleckter Schierling (Conium maculatum)
Andere Namen:
Echter Schierling, Gartenschierling, Mäuseschierling, Tollkraut
Wissenswertes:
Der Gefleckte Schierling zählt zusammen mit der Hundspetersilie und dem Wasserschierling zu den giftigsten Arten der Doldenblütler. Er kann leicht mit dem fressbaren Wiesenkerbel oder anderen unproblematischen Futterpflanzen der Doldenblütler verwechselt werden, deswegen ist bei der Bestimmung äußerste Vorsicht geboten. Wir haben hier auf unserer Internetseite eine Bestimmungshilfe erstellt.
Der Gefleckte Schierling wächst auf Ruderalflächen, an Wegrändern und ist nicht selten auf Rübenfeldern zu finden. Er blüht von Juni bis September. Der Gefleckte Schierling enthält in allen Pflanzenteilen das Pseudoalkaloid Coniin, welches bereits ab einer Menge von 0,5 Gramm für einen erwachsenen Menschen tödlich sein kann. Die Pflanze darf nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Schlüsselblume
Primula

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)
Andere Namen:
Wald-Schlüsselblume, Hohe Primel
Wissenswertes:
Die Hohe Schlüsselblume wächst auf feuchten Wiesen, an Bach- und Waldrändern. Sie bildet ab März gelbe Blüten aus. Die Schlüsselblume kann an Kaninchen verfüttert werden. Sie hat schleimlösende Eigenschaften.

Stängellose Schlüsselblume (Primula vulgaris)
Andere Namen:
Schaftlose Schlüsselblume, Schaftlose Primel, Garten-Primel, Erd-Primel
Wissenswertes:
Die Stängellose Schlüsselblume wird in Gärten als Zierpflanze angepflanzt, kommt mittlerweile jedoch auch verwildert vor. Am liebsten steht sie im Halbschatten auf nährstoffreichem Boden. Sie blüht von März bis April in unterschiedlichen Farben.
Die Stängellose Schlüsselblume enthält geringe Mengen an Saponinen, die für die schleimlösenden Eigenschaften der Pflanzen verantwortlich sind. Sie hilft bei Erkrankungen der Atemwege. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Schnittlauch
Allium schoenoprasum

bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Graskraut, Schnittling
Wissenswertes:
Schnittlauch wird in vielen Gärten als Küchenkraut angebaut. Er kommt jedoch auch vereinzelt verwildert vor. Seine Blütezeit reicht von Mai bis August. Schnittlauch ist scharf im Geschmack und wird von wenigen Kaninchen gefressen. Er sollte, wenn überhaupt, nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Man sagt ihm eine Wirkung gegen Würmer nach.
Schöllkraut
Chelidonium majus

schwach giftig
Schöllkraut (Chelidonium majus)
Andere Namen:
Warzenkraut, Goldwurz
Wissenswertes:
Das Schöllkraut lässt sich leicht anhand des orangefarbenen Milchsaft erkennen, der beim Abbrechen eines Blattes aus dem behaarten Stängel tritt. Von Mai bis Oktober blüht das Schöllkraut gelb. Der Milchsaft der Pflanze hilft bei äußerlicher Anwendung auf der Haut gegen Warzen. Schöllkraut sollte, wenn überhaupt, nur im guten Gemisch verfüttert werden, da der Milchsaft Giftstoffe enthält.
Schwarznessel
Ballota nigra

bedingt zur Fütterung geeignet
Andere Namen:
Stink-Andorn, Schwarzer Andorn, Stinknessel, Schwarze Minze
Wissenswertes:
Die Schwarznessel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Von dort aus hat sie sich bis nach Deutschland ausgebreitet. Sie wächst auf Ruderalstellen, Wegen, Böschungen und Zäunen. Sie blüht von Juni bis Oktober. Die Schwarznessel enthält ätherische Öle und Bitterstoffe und kann im Gemisch mit anderen Pflanzen Kaninchen angeboten werden.
Schwertlilie
Iris

giftig
Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus)
Andere Namen:
Iris, Gelbe Schwerlilie, Wasser-Schwertlilie
Wissenswertes:
Die Sumpf-Schwertlilie wächst an den Ufern von stehenden und fließenden Gewässern. Sie bildet von Mitte Mai bis Juni gelben Blüten aus. Wenn sie nicht blüht, kann man sie an ihren linearen Blättern erkennen. Die Sumpf-Schwerlilie gilt als giftig und sollte nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Silberblatt
Lunaria
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Einjähriges Silberblatt (Lunaria annua)
Andere Namen:
Gartensilberblatt, Judassilberling, Judaspfennig, Silbertaler, Gartenmondviole
Wissenswertes:
Das einjährige Silberblatt fällt besonders durch das Aussehen seiner charakteristischen Schoten auf, die die Pflanze nach der Blüte ausbildet. Die Schoten sind rundlich und schimmern silbern, daher der Name „Silberblatt“.
Für Kaninchen stellt das einjährige Silberblatt eine unbedenkliche Futterpflanze dar. Nur die Samen, die in den Schoten sitzen, enthalten Giftstoffe.

Seifenkraut
Saponaria
bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis)
Andere Namen:
Echtes Seifenkraut, Seifenwurz, Waschwurz
Wissenswertes:
Seifenkraut wächst auf Unkrautfluren, an Wegrändern oder auf Schuttplätzen. Wie sein Name verrät, hat man früher aus Teilen von Wurzel und Rhizomen Waschmittel hergestellt, womit Haut und Kleidung gereinigt werden konnten. Seifenkraut blüht von Juni bis Oktober. Es kann Kaninchen im Gemisch bedenkenlos angeboten werden. Aufgrund der enthaltenen Saponariosiden, rät man zu einem übermäßigen Verzehr ab.
Spitzwegerich
Plantago lanceolata
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Spießkraut, Lungenblattl, Schlangenzunge
Wissenswertes:
Der Name Spitzwerich bezieht sich auf die spitz zulaufenden Blätter der Pflanze. Er wächst auf Wiesen und an Wegrändern.
In Nachkriegszeiten wurde die Pflanze nicht selten als Ersatz für Blattgemüse verwendet und zu Salat verarbeitet.
Spitzwegerich wird eine heilende Wirkung bei Atemwegserkrankungen nachgesagt. Er wirkt schleimlösend und beruhigend. Spitzwegerich ist bei den meisten Kaninchen sehr beliebt.

Sonnenblume
Helianthus
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Wissenswertes:
Die gesamte Sonnenblumenpflanze kann den Kaninchen zum Verzehr angeboten werden. Die Kerne sind sehr energiehaltig und gelten daher als Dickmacher, deswegen sollte man bei übergewichtigen Kaninchen nicht allzu viel davon verfüttern.

Springkraut
Impatiens

schwach giftig
Kleines Springkraut (Impatiens parviflora)
Andere Namen:
Kleinblütiges Springkraut, Sibirisches Springkraut
Wissenswertes:
Das Kleine Springkraut steht gern an schattigen Plätzen. Es kommt in Laub- und Mischwäldern, in Gebüschen oder Gärten vor. Ursprünglich soll es aus Asien kommen. In Deutschland ist es daher ein Neophyt. Das Kleine Springkraut blüht von Juni bis September. Springkräuter besitzen durch Zellsaftdruck gespannte Kaspefrüchte, die bei Berührung aufreißen. Ihre Samen werden dabei in die unmittelbare Umgebung geschleudert. Die Inhaltsstoffe des Kleinen Springkrautes sind nicht besonders gut erforscht. Man weiß, dass es einige Bitter- und Gerbstoffe enthält. Menschen können bei zu hohem Verzehr Durchfälle, Erbrechen und Schwindel bekommen. Fest steht: Das Kleine Springkraut ist keine wertvolle Futterpflanze aber auch nicht hochgiftig. Gezielt pflücken würden wir es nicht.
Sternhyazinthe
Chionodoxa

schwach giftig
Gewöhnliche Sternhyazinthe (Chionodoxa luciliae)
Andere Namen:
Schneeglanz, Schneestolz
Wissenswertes:
Die Gewöhnliche Sternhyazinthe kommt ursprünglich aus der Türkei. Im Laufe der Jahre hat sich die Pflanze als Zierpflanze in Gärten und Parks verbreitet. Durch das Entsorgen von Grünabfällen aus Gärten hat sich die Sternhyazinthe in Deutschland ausgebreitet. Sie wächst deswegen häufig an Orten, an denen Menschen illegal ihre Grünabfälle entsorgen. Meistens sind das Waldränder in der Nähe eines befahrbare Feldwegs.
Die Sternhyazinthe blüht von März bis April.
Die Gewöhnliche Sternhyazinthe ist keine Futterpflanze für Kaninchen und sollte nicht gezielt verfüttert werden. Im Gartenfreilauf stellt sie allerdings kein Problem dar. Wenn genug Futterpflanzen vorhanden sind, wird sie von Kaninchen nicht angerührt.
Sternmiere
Stellaria

Zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Große Sternmiere (Rabelera holostea)
Andere Namen:
Echte Sternmiere, Großblütige Sternmiere
Wissenswertes:
Die Große Sternmiere ist in lichten Laub- und Mischwäldern sowie unter Hecken und Gebüschen zu finden.
Sie blüht von April bis Juni. Sie ist zur Fütterung von Kaninchen geeignet.

Wasser-Sternmiere (Stellaria aquatica)
Andere Namen:
Wasserdarm, Wassermiere, Wasser Sternmiere
Wissenswertes:
Die Wasser-Sternmiere wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Sie kommt häufig auf Uferunkrautfluren, in Staudenfluren, in Weidengebüschen, an Waldwegen und an Gräben vor. Sie blüht von Juni bis September. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Storchschnabel
Geranium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)
Andere Namen:
Großwurzeliger Storchschnabel, Felsen-Storchschnabel
Wissenswertes:
Der Balkan- Storchschnabel hat seinen Namen von seinem Herkunftsgebiet. Er kommt ursprünglich aus der Balkan-Region und wächst dort auf kalkreichen, felsigen Böden. Durch den Menschen kam die Pflanze nach Deutschland und ist hier inzwischen wild zu finden. Der Balkan-Storchschnabel bildet von Juni bis August purpurrote Blüten aus. Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium pyrenaicum)
Wissenswertes:
Der Pyrenäen-Storchschnabel bildet von Mai bis Oktober violette Blüten aus. Er kommt häufig auf sonnigen Böschungen und Wegrändern vor. Der Pyrenäen Storchschnabel ist für die Fütterung von Kaninchen geeignet.

Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum)
Andere Namen:
Ruprechtskraut, Stinkstorchschnabel
Wissenswertes:
Der Stinkende Storchschnabel wächst gern im Schatten und Halbschatten. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist der unangenehme Geruch, der besonders stark wahrzunehmen ist, wenn die Blätter zerrieben werden. Stinkender Storchschnabel ist verdauungsfördernd und wirksam gegen Durchfall. Die Pflanze kann bedenkenlos verfüttert werden.

Weicher Storchschnabel (Geranium molle)
Andere Namen:
Kronblättriger Storchschnabel
Wissenswertes:
Der Weiche Storchschnabel wächst gern auf sandigen Böden. Häufig ist er auf Ruderalstellen, Wiesen oder auf Böschungen zu finden. Weicher Storchschnabel blüht von Mai bis Oktober.
Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)
Andere Namen:
Blaues Schnabelkraut
Wissenswertes:
Der Wiesen-Storchschnabel steht auf nährstoffreichen Wiesen oder Unkrautfluren. Er bildet von Juni bis August violette Blüten aus. Er kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum)
Wissenswertes:
Wald-Storchschnabel wächst auf Wiesen, an Wald- und Gebüschsäumen, an Ufern und Felsen. Er blüht von Mai bis Juli und kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Sumpfdotterblume
Caltha palustris
leicht giftig

Andere Namen:
Sumpf-Dotterblume
Wissenswertes:
Die Sumpfdotterblume wächst auf feuchten Wiesen, Bruch- und Auenwäldern, sowie in Gewässernähe. Sie bildet von März bis Mai gelbe Blüte aus. Gelegentlich kommt es von Juli bis Oktober zu einer zweiten Blüte. Der Bestand der Sumpfdotterblume ist im Laufe der Jahre zurückgegangen, da viele Feuchtgebiete trockengelegt wurden. Die Sumpf-Dotterblume ist schwach giftig. In getrockneter Form, zum Beispiel im Heu, verliert sie ihre Giftigkeit. Sie ist keine geeignete Futterpflanze für Kaninchen.
Taubnessel
Lamium
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)
Andere Namen:
Rote Taubnessel
Wissenswertes:
Der Name der Taubnessel rührt von der äußerlichen Ähnlichkeit zur allbekannten Brennnessel her. Im Gegensatz zur Brennnessel brennt die Taubnessel bei Berührung nicht, deswegen die Bezeichnung Taubnessel.
Die Purpurrote Taubnessel blüht fast das ganze Jahr über und ist am Jahresanfang eine der ersten Pflanzen, die man verfüttern kann.

Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum var. albiflorum)
Wissenswertes:
Die Purpurrote Taubnessel kommt nicht nur violett, sondern auch weiß blühend vor. Dieses Phänomen tritt eher selten auf. Die weiß blühende Purpurrote Taubnessel kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Stängelumfassende Taubnessel (Lamium amplexicaule)
Andere Namen:
Stengelumfassende Taubnessel
Wissenswertes:
Die Stängelumfassende Taubnessel wächst häufig neben Äckern, an Wegesrändern und auf Ruderstellen. Sie ist die zierlichste unserer heimischen Taubnesseln und ist oft neben der Purpurroten Taubnessel zu finden.
Sie blüht von März bis Oktober.
Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Weiße Taubnessel (Lamium album)
Wissenswertes:
Die Weiße Taubnessel besiedelt Wegränder, Böschungen, Parks oder Gebüschsäume. Genau wie ihre Verwandten, brennt die Taubnessel beim Pflücken nicht. Ihre Blütezeit reicht von April bis Oktober.
Die Weiße Taubnessel wirkt harntreibend und entzündungshemmend.
Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Tellerkraut
Claytonia

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Gewöhnliches Tellerkraut (Claytonia perfoliata)
Andere Namen:
Kubaspinat, Winterportulak, Postelein
Wissenswertes:
Der Name Tellerkraut bezieht sich auf die Form der Hochblätter. Die Blätter enthalten Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen. Außerdem lässt sich ein hoher Wert an Oxalsäure finden.
Oxalsäure ist für das Kaninchen unbedenklich, sofern die Ernährung kalzium- und kaliumreich ist und das Kaninchen rund um die Uhr Frischfutter zur Verfügung gestellt bekommt und somit viel Flüssigkeit aufnimmt.
Thymian
Thymus

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Quendel
Wissenswertes:
Thymian ist eine alte Heilpflanze. Sie wirkt entkrampfend, schleimlösend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, beruhigend, pilztötend und schmerzstillend. Außerdem kann sie unterstützend gegen Kokzidien und Würmer eingesetzt werden. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Traubenhyazinthe
Muscari
giftig
Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)
Andere Namen:
Perlhyazinthen, Bauernbübchen, Perlblümchen
Wissenswertes:
Der Gattungsname "Muscari" wird vom lateinischen Wort "muscus" abgeleitet, was übersetzt "Moschus" bedeutet. Dies bezieht sich auf den strengen Geruch, den die Pflanze während der Blüte verströmt. Die Blütezeit liegt zwischen März und Mai.
Die Traubenhyazinthe enthält Giftstoffe und sollte Kaninchen nicht zu fressen gegeben werden.

Veilchen
Viola
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Acker-Veilchen (Viola arvensis)
Andere Namen:
Acker-Stiefmütterchen, Feld-Stiefmütterchen
Wissenswertes:
Das Acker-Veilchen wächst, wie sein Name bereits verrät, gern in der Nähe von Feldern. Es kommt jedoch auch auf Ruderalstellen vor. Es wächst auf trockenen, stickstoffreichen Böden und blüht von April bis Oktober.
Die Inhaltsstoffe des Acker-Veilchens wirken schmerzlindernd. Aufgrund der enthaltenen Saponine ist es außerdem gut für die Atemwege. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Duftveilchen (Viola odorata)
Andere Namen:
Märzveilchen, Wohlriechendes Veilchen
Wissenswertes:
Das Duftveilchen hat seinen Namen von seinem süßlichen Geruch. Es wächst gern an halbschattigen Orten, zum Beispiel unter Büschen und Hecken. Es blüht bereits im März. Man vermutet, dass das Duftveilchen eine Heilwirkung auf Krebs hat. Außerdem verfügt es über antibakterielle Eigenschaften. Die Pflanze ist zur Fütterung von Kaninchen geeignet.

Hain-Veilchen (Viola riviniana)
Wissenswertes:
Das Hain-Veilchen wächst, genau wie das Waldveilchen, in Laubwäldern. Es kommt jedoch auch in Gebüschen und auf Wiesen vor. Seine Blütezeit liegt zwischen April und Juni. Es kann leicht mit dem Wald-Veilchen verwechselt werden. Der wesentliche Unterschied der beiden Pflanzen liegt in der Andersfärbung des Blütensporns. Der Blütensporn sitzt hinter den Kronblättern der Blüte unterhalb des gebogenen Stängels. Das Hain-Veilchen hat einen weißen, hellen Sporn und das Wald-Veilchen einen violett gefärbten Sporn. Beide Pflanzen können bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
Wissenswertes:
Das Wald-Veilchen wächst auf nährstoffreichen Waldböden. Es blüht von März bis Mai, manchmal aber auch länger. Das Wald-Veilchen ist leicht mit dem Hain-Veilchen zu verwechseln. Ein wesentlicher Unterschied der beiden Veilchen ist der Sporn. Er befindet sich hinter den Kronblättern, unterhalb der gebogenen Sprossachse. Beim Wald-Veilchen ist der Sporn violett gefärbt, während das Hain Veilchen einen deutlich helleren, weißlichen Sporn besitzt. Beide Pflanzen können bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Vergissmeinnicht
Myosotis
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
Andere Namen:
Lockerblütiges Vergissmeinnicht, Schlaffes Vergissmeinnicht
Wissenswertes:
Das Sumpf-Vergissmeinnicht wächst auf feuchten Böden. Es ist auf nassen Wiesen oder an Gewässerrändern zu finden. Es blüht von Mai bis Oktober. Es kann an Kaninchen verfüttert werden.

Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica)
Wissenswertes:
Das Wald-Vergissmeinnicht wächst auf frischen, nährstoffreichen Böden. Es ist häufig auf Fettwiesen oder in der Nähe von Wäldern zu finden. Seine Blütezeit reicht von April bis Juli. Das Wald-Vergissmeinnicht soll eine leicht blutreinigende und entgiftende Wirkung haben. Es kann an Kaninchen verfüttert werden.
Vogelmiere
Stellaria media
zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media)
Andere Namen:
Vogel-Sternmiere, Hühnerdarm, Hühnerscherbe
Wissenswertes:
Der Geruch der Vogelmiere erinnert an frische Erbsen. Sie blüht von März bis Dezember. Vogelmiere ist winterhart und kann auch in den Wintermonaten gefunden und verfüttert werden. Die Vogelmiere enthält viel Vitamin C und gilt als sehr gesund. Ihr wird eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt.

Waldgeißblatt
Lonicera periclymenum

leicht giftig
Andere Namen:
Wildes Geißblatt, Deutsches Geißblatt, Wald-Heckenkirsche
Wissenswertes:
Das Waldgeißblatt ist eine weit verbreitete Kletterpflanze. Sie wächst in Wäldern und Gebüschen und schlingt sich dabei um andere Pflanzen. Das Waldgeißblatt bildet von Juni bis September cremeweiße Blüten aus. Das Waldgeißblatt gilt als leicht giftig. Am meisten Giftstoffe enthalten seine roten Beeren.
Wasserdost
Eupatorium cannabinum

bedingt zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Gemeiner Wasserdost, Wasserhanf, Kunigundenkraut
Wissenswertes:
Der Gewöhnliche Wasserdost ist ein Feuchteanzeiger. Er kommt häufig auf feuchten Wiesen, an Waldrändern oder auf Waldschlägen vor. Er wächst jedoch auch gern in Ufernähe von Gräben, Flüssen oder Bächen. Die Pflanze blüht von Juli bis Oktober. Wasserdost soll eine appetitanregende Wirkung haben und gegen Verstopfungen helfen. In größeren Mengen gilt er jedoch als giftig. Er kann in kleinen Mengen Kaninchen angeboten werden und sollte im Gemisch verfüttert werden.
Wasserminze
Mentha aquatica

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Bachminze, Wasserbalsam
Wissenswertes:
Die Wasserminze wächst in feuchten Gebieten, zum Beispiel an Bächen und Flüssen. Sie blüht von Juli bis Oktober. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist der starke Minzgeruch, der sich beim Pflücken ausbreitet. Die Wasserminze enthält weniger Menthol als die verwandte Pfefferminze. Sie wirkt keimtötend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Außerdem hilft sie bei Verdauungsproblemen.
Sie stellt eine unbedenkliche Futterpflanze für Kaninchen dar.
Weg-Rauke
Sisymbrium officinale

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Echte Rauke, Gewöhnliche Rauke, Hederichkraut, Wegsenf, Sängerkraut
Wissenswertes:
Die Weg-Rauke hat ein würziges, senf- oder kresseähnliches Aroma.
Der Trivialname Sängerkraut bezieht sich auf den ehemaligen Nutzen der Weg-Rauke als Tee gegen Stimmband-Entzündungen von Sängern. Die Pflanze soll außerdem bei Erkältungen helfen. Für Kaninchen stellt die Weg-Rauke eine unbedenkliche Futterpflanze dar.
Wegwarte
Cichorium intybus

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Gemeine Wegwarte, Gewöhnliche Wegwarte, Zichorie
Wissenswertes:
Die Gemeine Wegwarte wächst vermehrt auf Ruderalstellen, Äckern und Weiden. Zudem kommt sie häufig entlang von Wegen und Straßen vor. Sie blüht von Juni bis Oktober. Sie gilt als verdauungsfördernd und appetitanregend. Die Gemeine Wegwarte ist eine unproblematische Futterpflanze.
Weidenröschen
Epilobium

Schmalblättriges Weidenröschen (Epilobium angustifolium)
Andere Namen:
Wald-Weidenröschen, Staudenfeuerkraut, Stauden-Feuerkraut, Waldweidenröschen, Waldschlagweidenröschen
Wissenswertes:
Das Schmalblättrige Weidenröschen wächst gern auf Kahlschlägen, Böschungen und Ruderalstellen. Nach Waldschlägen oder Waldbränden breitet sich die lichtliebende Pflanze gern auf der entstandenen Lichtung aus. Von Juli bis September bringt sie rosarote Blüten hervor, die bei Bienen sehr beliebt sind. Das Schmalblättrige Weidenröschen soll eine antimikrobielle und verdauungsfördernde Wirkung haben. Außerdem ist es gut bei Harnwegserkrankungen. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Zottiges Weidenröschen (Epilobium hirsutum)
Andere Namen:
Zottiges Weideröschen, behaartes Weidenröschen, Rauhes Weidenröschen, Rauhaariges Weidenröschen
Wissenswertes:
Das Zottige Weideröschen wächst gern auf feuchten Böden, zum Beispiel an Bächen, Gräben und an Gebüsch- und Waldsäumen. Seine Blütezeit liegt zwischen Juli und September. Es kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Weißer Senf
Sinapis alba

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Gelber Senf, Gelbsenf
Wissenswertes:
Weißer Senf hat seinen Namen von seinen weißen Samenkörnern. Aufgrund der gelben Blüte wird er aber auch als Gelbsenf oder Gelber Senf bezeichnet.
Weißer Senf wird oft im Herbst als Gründüngung ausgesät. Er verhindert die Auswaschung von Nährstoffen im Boden und sorgt mit seiner langen Pfahlwurzel für eine Durchlockerung. Nach dem Winter wird der Weiße Senf umgegraben und in den Boden eingearbeitet.
Die Pflanze kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Weißwurz
Polygonatum multiflorum

giftig
Vielblütige Weißwurz (Polygonatum multiflorum)
Andere Namen:
Salomonssiegel, Vielblütiges Salomonssiegel, Wald-Weißwurz, Wald-Salomonssiegel
Wissenswertes:
Das Echte Salomonssiegel wächst in Wäldern und Gebüschen. Es blüht von Mai bis Juni. Es kann leicht mit der Wohlriechenden Weißwurz verwechselt werden. Wohlriechende Weißwurz ist deutlich seltener als die Vielblütige Weißwurz. Man kann die beiden Pflanzen an ihrem Stängel erkennen. Die Vielblütige Weißwurz hat einen glatten, walzenartigen Stängel, während die Wohlriechende Weißwurz einen kantig gefurchten Stängel hat. Die Pflanze ist leicht giftig. Sie ist keine geeignete Futterpflanze für Kaninchen.
Wicke
Vicia
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Futterwicke (Vicia sativa)
Andere Namen:
Saat-Wicke
Wissenswertes:
Die Futterwicke wird häufig vom Menschen angebaut. Es gibt jedoch auch zahlreiche wildwachsende Formen, meistens an Wegrändern oder auf Ruderalstellen. Die Wicke wächst krautig und hat an der Spitze eine Ranke. Sie ist in Deutschland weit verbreitet. Für Kaninchen ist die Rauhaarige Wicke eine unbedenkliche Futterpflanze.

Rauhaarige Wicke (Vicia hirsuta)
Andere Namen:
Acker-Wicke
Wissenswertes:
Die Rauhaarige Wicke wächst auf sandigen, lehmigen, oft sauren Böden. Sie kommt auf Äckern, Ruderalstellen, Trockenrasen und Wiesen vor. Sie bildet von Mai bis Juli weiße Blüten aus. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Vogelwicke (Vicia cracca)
Andere Namen:
Vogel-Wicke
Wissenswertes:
Die Vogelwicke kommt vermehrt auf Wiesen und Weiden, an Wald- und Buschsäumen, Flussufern und auf Schuttflächen vor. Sie blüht von Juni bis September. Sie gilt als unproblematische Futterpflanze.

Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Wissenswertes:
Die Zaun-Wicke wächst auf nährstoffreichen Wiesen und in krautreichen Laubmischwäldern. Sie blüht von Mai bis August. Ihre Blütenfarbe variiert von blau, über violett, bis hin zu gelbweiß und reinweiß. Sie ist eine gute Futterpflanze für Kaninchen.

Zottige Wicke (Vicia villosa)
Andere Namen:
Zottel-Wicke, Bunte Wicke, Sand-Wicke
Wissenswertes:
Der Name der Zottigen Wicke bezieht sich auf den stark behaarten Stängel. Sie wächst an Äckern und Wegrändern, auf Wiesen, Böschungen oder Dämmen. Die Zottige Wicke blüht von Ende Mai bis August. Ihre Blütenfarbe variiert je nach Unterart. Sie gilt als unproblematische Futterpflanze.
Wiesenknopf
Sanguisorba

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor)
Andere Namen:
Pimpinelle, Pimpernell, Bibernelle
Wissenswertes:
Das wächst gern auf sonnigen Mager- und Halbtrockenrasen. Es bevorzugt trockenen, lockeren Lehmboden. Er blüht von Mai bis August. Der Kleine Wiesenknopf kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.
Wilde Möhre
Daucus carota subsp. carota
zur Fütterung von Kaninchen geeignet, aber Vorsicht Verwechslungsgefahr!

Wissenswertes:
Die Wilde Möhre wächst gern auf hellen Standorten und ist häufig auf Unkrautfluren oder an Wegesrändern zu finden.
Sie bildet zwischen Juni und September üppige weiße Blütendolden aus. In der Mitte der Blüten befindet sich eine schwarze Blüte, die Mohrenblüte genannt wurde. Von der Mohrenblüte hat die Möhre ihren heutigen Namen.
Die Wilde Möhre gehört zu den Doldenblütlern, eine Pflanzenfamilie mit giftigen und ungiftigen Vertretern. Andere Doldenblütler haben keine Mohrenblüte, daher gilt die Mohrenblüte als eindeutiges Erkennungsmerkmal. Leider bilden nicht alle Blüten die schwarze Blüte aus.
Die Wilde Möhre kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden, wenn sie sicher bestimmt werden konnte.
Windröschen
Anemone
giftig

Busch-Windröschen (Anemone nemorosa)
Andere Namen:
Buschwindröschen, Waldstern
Wissenswertes:
Das Buschwindröschen gehört zu den Frühblühern. Seine Blütezeit reicht von März bis Mai. Zu finden ist es in Laubwäldern, wo es sich zu riesigen, weißen Blütenteppichen ausbreiten kann.
Alle Pflanzenteile des Buschwindröschens sind giftig und nicht für die Fütterung von Kaninchen geeignet.
Winterkresse
Barbarea vulgaris
Andere Namen:
Barbarakraut, Echtes Barbarakraut, Gewöhnliches Barbarakraut, Frühlingsbarbarakraut
Wissenswertes:
Winterkresse wächst gern an Wegrändern, Äckern oder in der Nähe von Kiesgruben.
Sie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr ihre Blätter und im zweiten Jahr ihre Blüte ausbildet. Die Pflanze auf unserem Beispielfoto ist zweijährig.
Winterkresse enthält einen hohen Anteil an Vitamin C und gilt daher als sehr gesund. Die Pflanze kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Wolfsmilch
Euphorbia
giftig
Sonnenwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia)
Wissenswertes:
Wolfsmilch (Euphorbia) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse. Die Gattung umfasst über 2000 Arten. Der Name Wolfsmilch bezieht sich auf den Milchsaft, den die Pflanzen enthalten. Er hat reizende Eigenschaften, weswegen die Pflanzen aus der Familie der Wolfsmilchgewächse als giftig gelten. Der Milchsaft hat haut- und schleimhautreizende Eigenschaften, gilt als tumorfördernd und ätzend.
Die Sonnenwend-Wolfsmilch ist in der Lage ihre Blütenstände nach der Sonne auszurichten, daher der Name. Sie steht bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren Böden. Ihr Milchsaft ist weiß. Sonnenwend-Wolfsmilch sollte nicht verfüttert werden.


Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides)
Andere Namen:
Gelbe Storchblume, gelbe Waldveilchen, Goldhähnchen
Wissenswertes:
Das Gelbe Windröschen ist etwas seltener zu finden, als das Buschwindröschen. Es wächst in Laubwäldern und blüht zwischen März und Mai, wenn die Bäume noch keine Blätter tragen. Das Gelbe Windröschen ist in allen Pflanzenteilen leicht giftig und sollte nicht an Kaninchen verfüttert werden.
Witwenblume
Knautia

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Andere Namen:
Wiesen-Witwenblume, Feld-Witwenblume, Nähkisselchen, Wiesenskabiose, Knopfblume, Scabiosenkraut
Wissenswertes:
Die Acker-Witwenblume wächst auf auf Magerwiesen, an Wegrändern und auf Feldern. Sie blüht von Mai bis August. Der Trivialname "Scabiosekraut“ kommt vom lateinischen Wort „scabies“, was Krätze bedeutet. Krätze bezeichnet einen Parasitenbefall auf der Haut. Früher hat man die Acker-Witwenblume zerkleinert und mit Wasser vermengt. Mit diesem Gemisch hat man die befallenen Stellen eingerieben, um die Milben abzutöten.
Innerlich wirkt die Acker-Witwenblume harntreibend, verdauungsfördernd und antiparasitär. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.

Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis)
Wissenswertes:
Die Süße Wolfsmilch sondert, wie alle Wolfsmilchsgewächse, einen giftigen Milchsaft ab. Allerdings soll der Milchsaft der Süßen Wolfsmilch weniger bitter schmecken, als der ihrer nahen Verwandten, daher der Name. Die Süße Wolfsmilch wächst vorwiegend in krautreichen Laubwäldern. Sie sollte nicht an Kaninchen verfüttert werden.

Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
Wissenswertes:
Die Zypressen-Wolfsmilch hat ihren Namen von den nadelförmigen Blättern, die denen einer Zypresse ähneln. Die Pflanze wächst auf eher kargen, trockenen Böden und kommt zum Beispiel auf trockenen Abhängen, Felsen und Schafweiden vor. Sie blüht von April bis September.
Als Wolfsmilchgewächs sondert die Zypressen-Wolfsmilch bei Verletzungen einen milchigen Saft aus, der als Wundheilung und zum Schutz vor Fressfeinden dient. Dieser Saft ist giftig, weswegen die Zypressen Wolfsmilch nicht zur Fütterung von Kaninchen geeignet ist.
Zaunwinde
Calystegia sepium

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Gewöhnliche Zaunwinde (Calystegia sepium)
Andere Namen:
Echte Zaunwinde, Zaunwinde
Wissenswertes:
Die Zaunwinde klettert mit Vorliebe an Pflanzen oder auch Zäunen hinauf. Von dieser Eigenschaft hat sie ihren Namen. Die Gewöhnliche Zaunwinde wächst häufig in Gärten, an Wegrändern oder in Gebüschen. Im Gegensatz zu ihrer "kleinen Schwester", der Ackerwinde, ist die Zaunwinde eher in feuchteren Regionen anzutreffen. Sie blüht von Juni bis Oktober in weißen oder zart rosa Blüten, die sich schließen, wenn es regnet oder Nacht wird. Die Gewöhnliche Zaunwinde ist bei Kaninchen sehr beliebt.
Ziest
Stachys
zur Fütterung von Kaninchen geeignet

Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
Wissenswertes:
Der Sumpf-Ziest wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böde. Er ist häufig in der Nähe von Ufern, Gräben oder feuchten Feldern zu finden. Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Der Sumpf-Ziest ist eine unproblematische Futterpflanze für Kaninchen.

Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
Andere Namen:
Waldziest
Wissenswertes:
Der Wald-Ziest wächst auf nährstoffreichen und feuchten Stellen. Er kommt vermehrt in Wäldern vor, vor allem in Laubmischwäldern. Er ist jedoch auch in Gebüschen oder an schattigen Straßenrändern zu finden.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September.
Wald-Ziest ist eine unproblematische Futterpflanze für Kaninchen.
Zimbelkraut
Cymbalaria muralis

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Andere Namen:
Zymbelkraut, Mauer-Zimbelkraut
Wissenswertes:
Zimbelkraut kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. In Italien besiedelte es Felsen, bis der Mensch es überall verbreitet hat. In Deutschland wächst das Zimbelkraut in leicht feuchten Mauerritzen von Burgen, Mauern und Ruinen. Es wächst in Gärten und Parks als Zierpflanze. Zimbelkraut enthält viel Vitamin C. Die Pflanze kann Kaninchen im Gemisch angeboten werden.
Zitronenmelisse
Melissa officinalis

zur Fütterung von Kaninchen geeignet
Zitronenmelisse (Melissa officinalis)
Andere Namen:
Melisse
Wissenswertes:
Die Zitronenmelisse riecht beim Zerreiben der Pflanze stark nach Zitrone, daher der Name.
„Melisse“ leitet sich vom griechischen „meliteion“ ab, was Honig bedeutet. Die Zitronenmelisse wurde ursprünglich als Bienenweide eingesetzt.
Aufgrund des Gehaltes an Phenolcarbonsäuren-Derivate, vor allem Rosmarinsäure, haben Melissenblätter eine antimikrobielle und antivirale Wirkung. Sie sind zur Fütterung von Kaninchen geeignet.
Zweiblättrige Schattenblume
Maianthemum bifolium

leicht giftig
Andere Namen:
Zweiblättriges Schattenblümchen
Wissenswertes:
Die Zweiblättrige Schattenblume wächst in Laub-und Nadelwäldern. Sie blüht von Mai bis Juni. Über ihre Inhaltsstoffe im Bezug auf die Kaninchenfütterung ist noch nicht viel bekannt. Man vermutet jedoch eine leichte Giftigkeit, weswegen wir vom Füttern der Schattenblume abraten.
Zweizahn
Bidens

zur Fütterung von Kaninchen geeigent
Dreteiliger Zweizahn (Bidens tripartita)
Andere Namen:
Frauenspiegel, Hahnenkamm, Wasserdürwurz, Wasserhanf
Wissenswertes:
Der Dreiteilige Zweizahn wächst auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Er kommt in Gewässernähe, auf Äckern und in Wäldern vor. Er blüht von Juli bis Oktober. Die Pflanze wirkt entwässernd und hilft bei Nieren- und Gallenbeschwerden. Sie kann bedenkenlos an Kaninchen verfüttert werden.